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Verein: Biergartenkultur soll immaterielles Kulturerbe werden | BR24

© picture-alliance/dpa

Männer stoßen in einem Biergarten an

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    Verein: Biergartenkultur soll immaterielles Kulturerbe werden

    Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur möchte die Biergartenkultur als immaterielles Kulturerbe der Unesco sehen. Schon seit einigen Wochen werden Unterschriften zur Unterstützung der Idee gesammelt.

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    Wenn es nach dem Willen des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur geht, soll die Biergartenkultur bald auf der UNESCO-Liste des immaterielles Kulturerbe stehen. Ein entsprechender Antrag sei beim Heimatministerium eingereicht worden, so der Verein.

    "Bayern ohne die Biergartenkultur wäre nicht das Bayern, das wir kennen." Ursula Zimmermann, Geschäftsführerin des Vereins

    Bundesweite Unesco-Liste: Georgiritt, Meistertrunk, Dombauhütten schon drauf

    Die Unesco führt mehrere Listen des sogenannten Immateriellen Kulturerbes. Im bundesweiten Verzeichnis befinden sich derzeit insgesamt 97 Einträge: 88 Kulturformen und neun Modellprogramme zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes.

    So wurden etwa die staatlichen Dombauhütten in Regensburg, Passau und Bamberg im März mit weiteren deutschen Bauhütten ins bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Kulturerbes aufgenommen worden. Ebenso findet sich dort beispielsweise der Traunsteiner Georgiritt oder das historische Festspiel "Der Meistertrunk", das alljährlich in Rothenburg ob der Tauber stattfindet.

    Das Verzeichnis wächst von Jahr zu Jahr und soll so die Vielfalt immaterieller Kulturformen in und aus Deutschland sichtbar machen. Es wird in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen UNESCO-Kommission und verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt. Die Vorschläge für das Verzeichnis kommen direkt aus der Zivilgesellschaft.

    Bayerischen Bauhütten auf die weltweite Liste?

    Ob die Bauhütten es auch auf die weltweite Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit schaffen, steht noch aus. Eine Entscheidung wird für Ende 2020 erwartet.

    Derzeit sind auf der internationalen Liste vier Einträge aus Deutschland verzeichnet: Die Genossenschaftsidee, der Orgelbau, die Falknerei und der Blaudruck. Die Verfahren dauern meist mehrere Jahre, ehe sich die Gremien abschließend mit den Vorschlägen beschäftigen.