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Verdi-Warnstreiks im ÖPNV in Passau und Regensburg | BR24

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Ungeachtet der Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst vom Wochenende, gibt es heute wieder Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Niederbayern und der Oberpfalz. Gestreikt wird in Passau und Regensburg.

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Verdi-Warnstreiks im ÖPNV in Passau und Regensburg

Ungeachtet der Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst vom Wochenende, gibt es heute wieder Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Niederbayern und der Oberpfalz. Gestreikt wird in Passau und Regensburg.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für heute wieder zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr und im privaten Omnibusgewerbe aufgerufen. In Niederbayern und der Oberpfalz wird in Passau und Regensburg gestreikt, in Regensburg auch morgen.

Keine Stadtbusse für Pendler und Schüler

Wegen des Streiks fahren keine Stadtbusse. Pendler und Schüler, die diese sonst nutzen, müssen sich deswegen Alternativen überlegen, um zur Arbeit oder zur Schule kommen. Es könnte also mehr Staus auf den Straßen geben. Allein in Regensburg nutzen täglich 90.000 Fahrgäste die Busse.

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In Regensburg wurde an Haltestellen schon in der Nacht auf den Ausfall der Busse hingewiesen

Fahrgäste müssen sich informieren

Zwar gäbe es in Regensburg keinen kompletten Ausfall des Stadtbusverkehres, dennoch müssten Fahrgäste mit massiven Einschränkungen rechnen, hieß es vorab von Betreiberseite. Welche Busse fahren, könnten Kunden der Homepage oder der App des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) oder der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau (VBP) entnehmen.

Nach Plan fahren dagegen Züge des Nahverkehrs. Dort gilt ein anderer Tarifvertrag.

Gewerkschaft will Druck auf Arbeitgeberseite erhöhen

Es ist der dritte Aktionstag in diesem Tarifkonflikt. Der wird zurzeit mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband und mit dem privaten Omnibusgewerbe auf Landesebene geführt. In vielen Städten bedienen Private inzwischen die Linien im Auftrag der Städte.

Grund für den Warnstreik ist, dass die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber noch einmal erhöhen will. Sie kritisiert, dass die Arbeitgeber eine "massive Verweigerungshaltung" gezeigt hätten, als es darum ging, bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen zu vereinbaren.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen und eine 35 Stunden-Woche für die rund 6.300 Busfahrer. Die Arbeitgeber bieten neben einer Corona-Einmalzahlung von 300 Euro auch eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent an. Dieses Angebot geht Verdi aber nicht weit genug. Angesichts des akuten Fahrermangels müsse der Beruf attraktiver werden, hieß es.

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