BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR

Die Mitarbeiter von Marktkauf und Edeka in Mittel- und Oberfranken weiten ihre Warnstreiks aus. Es wird aufgrund von Corona von zuhause aus gestreikt und auch die Kundgebungen finden online statt.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Verdi-Streiks: Beschäftigte in Franken fordern höhere Löhne

Verdi fordert höhere Löhne für die Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel. Um ihre Forderung zu untermauern, hat die Gewerkschaft zu Streiks aufgerufen. Auch in Ober- und Mittelfranken kam es zu Protestaktionen.

Per Mail sharen
Von
  • Daniel Peter
  • BR24 Redaktion

In der Tarifrunde im bayerischen Groß- und Einzelhandel ruft Verdi zu Warnstreiks auf. Die Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt sowie einem zusätzlichen Fixbetrag von 45 Euro im Monat. Größere Kundgebungen sind wegen Corona aber noch nicht möglich. Auch in Ober- und Mittelfranken sind die Protestaktionen an den jeweiligen Standorten deshalb überschaubar.

Streiks in Hof und Marktredwitz

In Oberfranken hat Verdi unter anderem in Hof und Marktredwitz zum Streik aufgerufen. So soll heute und morgen bei einem großen Edeka-Lager in Marktredwitz mit rund 500 Beschäftigten protestiert werden. Die genaue Teilnehmerzahl werde erst in den kommenden Tagen ermittelt, so Paul Lehmann von Verdi in Oberfranken. Auch vor dem Marktkauf in Hof hatten sich am Vormittag einzelne Beschäftigte zum Streik eingefunden. Gleichzeitig gab es eine virtuelle Kundgebung mit allen Beschäftigten aller nordbayerischen Lagerstandorte von Edeka.

Wenig Protestierende in Schwabach

Lediglich 17 von rund 90 Mitarbeitenden haben bisher am Streik im Edeka-Lagerzentrum in Schwabach teilgenommen. Das teilte Rita Wittmann, Bezirksgeschäftsführerin von Verdi Mittelfranken, dem Bayerischen Rundfunk mit. Dass nur so wenige Personen in Schwabach streiken, könne auch daran liegen, dass das Werk sowieso bald geschlossen werde und die Verhandlungen der Betriebsräte über die Zukunft der Mitarbeitenden noch nicht abgeschlossen seien, so Wittmann.

Edeka lehnt Erhöhung der Entgelte ab

Edeka habe in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich mehr Gewinne gemacht, so Rita Wittmann. Die Beschäftigten hätten dies bisher unter anderem nur durch mehr Überstunden bemerkt. In den bisherigen Verhandlungsrunden habe der Handelskonzern keine Erhöhung der Entgelte akzeptiert. Die Bezirksgeschäftsführerin von Verdi bemängelt zudem, dass Edeka auf die Betriebsräte Druck machen würde. Das Unternehmen drohe Lagerschließungen und Entlassungen, falls die Beschäftigten streiken würden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!