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Verdi ruft zu Warnstreiks in Oberfranken auf | BR24

© picture alliance/Christoph Soeder

Die Gewerkschaft Verdi hat viele Beschäftigte in Oberfranken zu Warnstreiks aufgerufen.

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    Verdi ruft zu Warnstreiks in Oberfranken auf

    In vielen oberfränkischen Kommunen ruft Verdi zu Warnstreiks auf. An Krankenhäusern und in Rathäusern wollen die Mitarbeiter die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Geld.

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    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft auch am Donnerstag wieder zu Warnstreiks in Oberfranken auf. Während es unter anderem in Bayreuth und Kulmbach zu Einschränkungen bei behördlichen Einrichtungen kommt, findet in Bamberg um 9 Uhr lediglich eine Kundgebung statt.

    Arbeitsniederlegungen in Oberfranken

    Auswirkungen auf die Öffentlichkeit werden hingegen die Arbeitsniederlegungen in Bayreuth, Kulmbach, Pegnitz, Pottenstein sowie in der Gemeinde Bischofsgrün (Lkr. Bayreuth) haben. Wie die Verdi-Bezirksgruppe Oberfranken Ost mitteilt, ist unter dem Motto "Wir halten den Laden am Laufen – Jetzt seid ihr dran!" ab 9 Uhr eine Demonstration mit anschließender Kundgebung in Bayreuth geplant.

    Stadtwerke, Rathaus und Klinikum werden bestreikt

    In Bayreuth ist neben den Stadtwerken und der Verwaltung auch das Klinikum von der Arbeitsniederlegung betroffen. Dort sollen in vier Stationen die Bettenzahlen reduziert werden, damit die Beschäftigten streiken können.

    Neben möglichen Einschränkungen in den Ämtern seien auch Verzögerungen bei der Müllabfuhr nicht auszuschließen, heißt es aus dem Bayreuther Rathaus. Zudem bleibe der Wertstoffhof geschlossen und auch die Straßenreinigung falle aus. Zu Warnstreiks in der Tarifrunde im Nahverkehr soll es laut Verdi nicht kommen.

    Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Geld

    Die Gewerkschaft Verdi will vor der Verhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober ihre Forderungen deutlich machen. Für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen fordert Verdi unter anderem eine Erhöhung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben angesichts Corona-bedingt leerer Kassen erklärt, dass es eigentlich nichts zu verteilen gäbe. Für die Warnstreiks haben sie deshalb kein Verständnis.

    Weitere Streiks in Oberfranken geplant

    Für kommende Woche hat Verdi für Oberfranken weitere Streiks angekündigt. Unter anderem findet am Montag (19.10.20) in Bayreuth ab 8.30 Uhr eine weitere Kundgebung statt. Weitere Details über Streikmaßnahmen in anderen oberfränkischen Städten sind derzeit noch nicht bekannt.

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