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Verdi-Konferenz in Regensburg: Bsirske warnt vor Bankenfusion | BR24

© BR / Sebastian Sitzberger

Verdi-Chef Frank Bsirske spricht vor den rund 150 Deligieren in Regensburg.

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Verdi-Konferenz in Regensburg: Bsirske warnt vor Bankenfusion

Verdi-Chef Frank Bsirske auf Abschiedstour: Der 67-jährige Gewerkschaftschef ist zur Landesbezirkskonferenz nach Regensburg gekommen. Dort warnte er im Falle einer Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank vor massiven Jobverlusten - auch in Bayern.

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Es ist seine letzte Landesbezirkskonferenz in Bayern, denn im September tritt der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske ab.

Am Rande der Konferenz warnte er erneut vor einem massiven Stellenabbau durch eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Die Gewerkschaft Verdi will aktiv gegen einen drastischen Arbeitsplatzabbau im Falle eines Zusammenschlusses der beiden führen deutschen Privatbanken eintreten.

"Mit Sicherheit würde es auch hier zu Filialschließungen in großem Umfang kommen. Mit Sicherheit würde auch Bayern betroffen sein von dem zu erwartenden Arbeitsplatzabbau. Das würde die gesamte Bundesrepublik treffen mit einem voraussichtlichen Abbau von zehntausenden Arbeitsplätzen. Das wird an Bayern nicht spurlos vorbeigehen." Frank Bsirske, Bundesvorstand Verdi

Forderung: Bessere Bezahlung für Pflegerinnen und Pfleger

Unter dem Motto „zukunftsgerecht“ spricht Bsirske außerdem heute mit den rund 150 Delegierten unter anderem über faire Rente und bessere Bezahlung in der Pflege. Auch nach der letzten Tarifverhandlung Anfang März würden Pflegerinnen und Pfleger immer noch zu wenig verdienen, so der Verdi-Bundesvorsitzende. Bei den Verhandlungen Anfang März hatte die Gewerkschaft durchgesetzt, dass das Grundgehalt der Pflegerinnen und Pfleger um 120 Euro pro Monat angehoben wird. Zudem bekommen sie acht Prozent mehr Lohn, verteilt über einen Zeitraum von 33 Monaten. Das gilt allerdings nur für die Pflegerinnen und Pfleger, die an den Uni-Kliniken arbeiten.

„Das, was im Öffentlichen Dienst an Tarifregelungen getroffen wird, ist nach wie vor die Leitwährung, auch für die großen Wohlfahrtsverbände. Insofern ist das stilprägend und setzt ein Bench-Mark, an dem sich alle anderen orientieren sollten." Frank Bsirske

Das würde dann hoffentlich auch die Attraktivität der Pflege-Branche steigern, in der dringend Personal gesucht wird. Denn gute Arbeit verdiene guten Lohn, so Verdi.

Wahl von Bsirskes Nachfolger im September

Beim Bundeskongress im September soll dann Bsirskes Nachfolger Frank Werneke gewählt werden. Die Landesbezirkskonferenz geht noch bis Donnerstag. Sie findet alle vier Jahre in Bayern statt.

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Verdi-Chef Frank Bsirske auf Abschiedstour: Der 67-jährige Gewerkschaftschef ist zur Landesbezirkskonferenz nach Regensburg gekommen. Seine letzte in Bayern, denn im Herbst tritt er ab. Inhaltlich stehen die Rente und die Bezahlung in der Pflege an.