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Verdacht auf Waffenhandel: Razzia in Reichsbürger-Wohnungen | BR24

© picture-alliance/Tino Plunert

An mehreren Standorten schlugen die Ermittler zeitgleich zu und stellten Waffen, Munition, Drogen und rechtsradikales Propagandamaterial sicher.

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    Verdacht auf Waffenhandel: Razzia in Reichsbürger-Wohnungen

    Razzia im Reichsbürger-Milieu - unter anderem in Bayern: Bei Hausdurchsuchungen wurden Waffen, Munition und Drogen sichergestellt. Auch Spezialeinheiten kamen zum Einsatz.

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    Mit Hausdurchsuchungen in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Österreich hat die Polizei am Mittwochmorgen versucht, illegale Waffenhändler in der Reichsbürger-Szene hoch zu nehmen. Die Maßnahmen richteten sich gegen zwölf Verdächtige im Großraum München, in den Landkreisen Rosenheim, Erding und Deggendorf, die mutmaßlich dem rechtsextremen Spektrum und der Reichsbürger-Szene angehören. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München mit.

    Sichergestellt: halbautomatische Waffen, Munition, Drogen

    Bei den Durchsuchungen wurden zwei halbautomatische Kurzwaffen, eine Pumpgun, 200 Schuss Munition, eine Handgranatenattrappe, rechtsradikale Schriften, Reichsbürgerunterlagen, eine geringe Menge Marihuana sowie eine Vielzahl von Datenträgern sichergestellt. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Im Raum München wurde ein Mann festgenommen und ein Haftbefehl gegen ihn beantragt.

    Verdacht auf Verstoß gegen Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz

    Rund 200 Polizisten und Staatsanwälte hätten die Wohn- und Geschäftsräume der Verdächtigen durchsucht, so Herrmann. Auch Spezialeinheiten kamen zum Einsatz. Gesucht wurden Beweise für mutmaßliche Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- sowie das Waffengesetz. "Das ist sehr ernst zu nehmen, auch wenn die Ermittlungen zu den Motiven noch andauern", so Herrmann.

    Herrmann verspricht weitere Aufklärung

    Es besteht der Verdacht, dass illegale Waffenlieferungen aus Kroatien nach Deutschland stattgefunden haben, Verdacht besteht außerdem auf Verbindungen nach Österreich. Der Innenminister verspricht weitere Aufklärung: "Wir werden auch in Zukunft alles unternehmen, um dem Unwesen von Rechtsextremisten und gefährlichen Reichsbürgern ein Ende zu bereiten".

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