Eine Person konsumiert Pornografie im Internet (Symbolbild).
Bildrechte: BR/Johanna Schlüter

Verdacht auf Kinderpornografie: Jetzt gab es Razzien bei 16 Münchnern (Symbolbild).

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    Verdacht auf Kinderpornografie: Razzien bei 16 Männern

    Verdacht auf Kinderpornografie: Razzien bei 16 Männern

    Wegen des Verdachts auf Kinderpornografie ist die Polizei in München Stadt und Land gegen 16 Männer vorgegangen. Ihre Wohnungen wurden durchsucht und Handys und Computer sichergestellt. Ins Rollen kamen die Ermittlungen durch Hinweise aus den USA.

    Die Münchner Polizei ist mit Durchsuchungen gegen 16 Männer in der Stadt und im Landkreis wegen des Verdachts der Kinderpornographie vorgegangen. Die Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 64 Jahren sollen kinderpornografische Aufnahmen gesammelt und teilweise verbreitet haben. Nach jetzigem Ermittlungsstand handelt es sich nicht um einen Pädophilenring, die Männer kannten sich untereinander vermutlich nicht. Die Durchsuchungen erfolgten am Montag, 21. November.

    Kinderpornografie: Hinweise auf Tatverdächtige kamen aus den USA

    Auf die Spur der Tatverdächtigen kamen Bundeskriminalamt und die Münchner Polizei durch Hinweise aus den USA, konkret von NCMEC (National Centre for Missing and Exploiting Children), einer gemeinnützigen Organisation für vermisste und ausgebeutete Kinder. Lädt ein deutscher Nutzer hierzulande strafbare Fotos oder Videos zu US-amerikanischen Internetdiensten hoch, melden die Anbieter den Kinderpornografieverdacht der NCMEC und diese leitet die Verdachtsfälle an das Bundeskriminalamt weiter.

    Tatvorwürfe gegen 16 Männer in München, Stadt und Land

    Über diesen Weg ergab sich ein konkreter Tatverdacht gegen 14 Männer in München und im Landkreis, gegen zwei ging der Kinderpornografievorwurf auf eigene Ermittlungen zurück. Am Montag durchsuchten deshalb rund 60 Einsatzkräfte die Wohnungen und Häuser der Beschuldigten. Dabei stellten die Ermittlerinnen und Ermittler über 150 Speichermedien, Smartphones und Laptops sowie PCs sicher.

    Beteiligt an den Razzien waren das bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet sowie die Staatsanwaltschaften München I und II. Sie werfen den Männern im Alter zwischen 19 und 64 Jahren den Besitz und teilweise auch die Verbreitung von Kinderpornografie vor.

    In zwei Fällen Anfangsverdacht schweren sexuellen Missbrauchs

    In zwei Fällen gibt es zudem den Anfangsverdacht des schweren sexuellen Missbrauchs. So soll ein 19-Jähriger ein 13-jähriges Mädchen mehrfach vergewaltigt haben. Ein 64-Jähriger soll sich in Chats gebrüstet haben, seine 9-jährige Tochter missbraucht zu haben. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel wird zeitaufwendig, so ein Polizeisprecher, schnelle Ermittlungsergebnisse sind nicht zu erwarten. Gut möglich, dass sich dabei Verdachtsmomente gegen weitere Personen ergeben.

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