Symbolbild: Pornografie im Internet
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Symbolbild: Pornografie im Internet

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    Verdacht auf Kinderpornografie - Polizei durchsucht Wohnungen

    Verdacht auf Kinderpornografie - Polizei durchsucht Wohnungen

    Die Kripo Augsburg hat am Dienstag und heute 19 Durchsuchungen im Raum Augsburg und Aichach durchgeführt. Grund für die Aktion war der Tatverdacht des Besitzes oder des Verbreitens kinderpornografischer Schriften. Einige Verdächtige sind Jugendliche.

    Bei Ermittlungen zu Kinderpornografie hat die Kriminalpolizei in Schwaben 19 Wohnungen durchsucht. Dabei wurden am Dienstag und Donnerstag in Augsburg sowie in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg Handys, Laptops und Tablets sichergestellt, wie die Polizei mitteilte. Die Beschuldigten werden verdächtigt, größtenteils auf Chat-Plattformen wie Whatsapp kinderpornografische Bilder und Videos verbreitet oder besessen zu haben. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich jeweils um Einzelfälle, die in keinem direkten Zusammenhang stünden.

    Im Visier der Polizei: Viele Jugendliche

    Bei den Beschuldigten handelt es sich demnach um zehn Jugendliche sowie neun Erwachsene im Alter zwischen 25 und 52 Jahren. Ihnen wird laut Polizei hauptsächlich vorgeworfen, Bilder oder Videos mit sexuellen Handlungen meist auf ihren Smartphones besessen und verbreitet zu haben. Größtenteils sei die Verbreitung über Chats wie Whatsapp, aber auch mittels Clouds oder Social-Media-Plattformen gelaufen, so die Polizei. Da die Bilddateien augenscheinlich Kinder unter 14 Jahren bei sexuellen Handlungen zeigen, liege der entsprechende Tatverdacht vor.

    Beschlagnahmte Geräte werden ausgewertet

    Die Kripo Augsburg führt laut Polizei seit geraumer Zeit intensive Ermittlungen zum Themenkomplex "Kinderpornografie" und vollzieht regelmäßig in konzertierten Aktionen Durchsuchungen. Die Ermittler durchsuchen die jetzt sichergestellten Smartphones und Datenträger nun nach strafrechtlich relevanten Inhalten. Nach jetzigem Stand handelt es sich bei den Beschuldigten nicht um Betreiber einschlägiger Portale. Allerdings verzeichnete die Kripo in den vergangenen Jahren mehr Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie.

    Polizei: Chatgruppen sind kein rechtsfreier Raum

    Durch die kriminalpolizeilichen Maßnahmen möchte die Kripo Augsburg unterstreichen, dass das Internet und Chat-Gruppen kein rechtsfreier oder anonymer Raum sind. Dabei gehe es nicht nur um die Verfolgung von Straftaten, sondern auch darum, die Betroffenen zu schützen. Die Kriminalpolizei appelliert deshalb an alle, den Kreislauf der Weiterverbreitung zu unterbrechen, wenn man solche Bilder bekomme. Dazu gehöre, die Dateien sofort zu löschen und sie auf keinen Fall weiterzuschicken oder in Gruppen online zu stellen. Seit 2021 wird ein solches Verhalten als Verbrechen bewerte und konsequent verfolgt.

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