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Verärgerter Mann startet Petition gegen politische Spatenstiche | BR24

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Ein Bubesheimer hat die Nase voll von Spatenstich-Bildern, auf denen Politiker mit Schaufel in der Hand in die Kamera lächeln. Deswegen hat Herbert Eberlein eine Petition im Bayerischen Landtag eingereicht. Das Ziel: Die Entlastung des Steuerzahlers.

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Verärgerter Mann startet Petition gegen politische Spatenstiche

Ein Bubesheimer hat die Nase voll von Spatenstich-Bildern, auf denen Politiker mit Schaufel in der Hand in die Kamera lächeln. Deswegen hat Herbert Eberlein eine Petition im Bayerischen Landtag eingereicht. Das Ziel: Die Entlastung des Steuerzahlers.

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Wer kennt sie nicht, diese Bilder aus der Zeitung: Eine Reihe von Politikern hat einen Spaten in der Hand und lächelt in die Kamera. Spatenstiche gehören zu jedem Neubau dazu, egal ob Kreisstraße, Feuerwehrhaus, Schule oder Radweg.

Bürger regt sich über "Schaulaufen" der Politiker auf

Aber: Müssen wirklich immer so viele Politiker dabei sein? Nein, findet Herbert Eberlein aus Bubesheim (Lkr. Günzburg). Ihm geht das "Schaulaufen", wie er es nennt, bei den Spatenstichen in der Region zu weit. Dass da Bundestagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister nur für ein Foto anreisen, dafür Kosten haben, die letztlich der Steuerzahler tragen muss, sieht der Bubesheimer nicht mehr ein.

Petition wird im Bayerischen Landtag behandelt

Eberlein hat deshalb eine Petition an den Landtag gerichtet, die dort jetzt auch behandelt wird. Er erhofft sich damit eine Regelung, dass künftig weniger Menschen bei solchen Spatenstichen dabei sind und somit auch der Steuerzahler entlastet wird. Denn sonst sind solche Anlässe für ihn weiterhin nicht mehr als: "bezahltes Herumstehen".

Günzburger Landrat kontert den Angriff

Die Politiker freilich sehen Spatenstiche nicht als bezahltes Herumstehen. Günzburgs Landrat Hubert Hafner sagte gegenüber dem BR, Spatenstiche hätten zum Einen eine lange Tradition. Außerdem würden er und andere Kollegen die Foto-Termine zusätzlich zu allen anderen Pflichten wahrnehmen und dafür auch Überstunden machen.