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Dubiose Geschäftemacherei hinter Klostermauern? | BR24

© BR/Antje Dechert

Kloster Altomünster

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Dubiose Geschäftemacherei hinter Klostermauern?

Der Vatikan schließt das letzte und einzige Brigittenkloster in Deutschland in Altomünster (Lkr. Dachau). Grund ist nicht nur der Nachwuchsmangel - offenbar gab es auch dubiose Geschäftemacherei hinter den Klostermauern. Von Antje Dechert

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Persönliche Vorteilnahme und irreguläre Baumaßnahmen: so lauten die Vorwürfe. Offenbar hat der ehemalige Sekretär des emeritierten Augsburger Bischofs Walter Mixa in Eigenregie Umbauarbeiten am denkmalgeschützten Bau in Auftrag gegeben – ohne Genehmigungen.

Der Leiter des Gästehauses des Klosters hat sich außerdem zu Unrecht als Priester ausgegeben, wie Bürger aus Altomünster berichten. Auf dessen Betreiben hin sollte auch ein Burnout-Centrum im Kloster entstehen: allerdings mit zweifelhaftem Angebot, da die Fortbildungen und Behandlungen nach Aussagen des Berufsverbands der Psychologen nicht dem deutschen therapeutischen Standard entsprechen. Die entsprechenden Internet-Angebote wurden bereits aus dem Netz genommen.

Was wird aus der letzten Schwester?

Die vom Vatikan beauftragte apostolische Kommissarin Schwester Gabriele Konrad wird nun das letzte Birgittenkloster Deutschlands abwickeln. In Altomünster ist man enttäuscht über das Vorgehen des Vatikans: Man hatte auf das Kloster und auch auf das avisierte Burnoutzentrum gesetzt. Die Kommissarin betont aber: Auch nach Schließung des Klosters solle die kirchliche Tradition aufrecht erhalten werden – und für die letzte noch verbliebene Klosterschwester werde es eine gute Lösung geben.

© BR/Sebastian Krause

Schwester Apollonia

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Kloster Altomünster