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Archivbild: Münchener am Vatertag 2021

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    Diese Corona-Regeln gelten am Vatertag in Bayern

    Ein paar Vatertags-Bierchen mit dem Kumpel, ein Ausflug mit der Familie, an Christi Himmelfahrt zum Gottesdienst? Auch wenn die Corona-Maßnahmen in Bayern immer mehr gelockert werden, gelten noch viele Einschränkungen. Ein Überblick über die Regeln.

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    Von
    • Petr Jerabek

    Viele Wolken, zeitweise Regen, Höchstwerte von nur 10 bis 16 Grad: Die Wetterprognose für Donnerstag - zugleich Christi Himmelfahrt und Vatertag - ist bescheiden. Wer mit wetterfester Kleidung oder in einer Regenpause trotzdem ein Treffen mit Kumpels plant oder einen Ausflug mit der Familie machen möchte, muss die Corona-Einschränkungen vor Ort beachten. Welche Regeln in Bayern aktuell gelten:

    Der Inzidenzwert vor Ort ist entscheidend

    Was genau in den einzelnen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten erlaubt ist, hängt von der jeweiligen 7-Tage-Inzidenz ab. Unterschieden wird dabei zwischen Werten bis 35, bis 50, bis 100 und von mehr als 100. Je niedriger die Inzidenz, desto mehr ist erlaubt. Liegt eine Kommune drei Tage in Folge über dem Schwellenwert 100, greift die Corona-Notbremse mit schärferen Einschränkungen. Bei besonders hohen Corona-Zahlen können Kommunen darüber hinaus auch noch strengere Regeln erlassen.

    Unterschreitet die Inzidenz in einer Region einen Schwellenwert, kommen nicht alle Lockerungen gleichzeitig. Liegt die Inzidenz fünf Tage in Folge beispielsweise unter der 100, fällt meist am übernächsten Tag automatisch die Ausgangssperre weg, und die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. Weitere Erleichterungen für Gastronomie, Sport, Kinos und Theater müssen sich die Landkreise aber erst noch vom Gesundheitsministerium genehmigen lassen.

    Kontaktbeschränkungen

    Liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100 dürfen sich Angehörige eines Haushalts nur mit einer weiteren Person treffen. Es können also maximal zwei Väter gemeinsam losziehen. Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 sind Zusammenkünfte von höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Sinkt die Inzidenz unter 35, dürfen sich insgesamt zehn Menschen aus drei Haushalten treffen. Dies gilt aktuell in der Stadt Passau, wo die Inzidenz am Mittwoch zwar wieder höher als 50 war, in den Tagen davor aber unter 35 gelegen hatte.

    In allen Fällen werden jeweils Kinder bis 14 Jahre, vollständig Geimpfte sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch Genesene nicht mitgezählt. Auch wenn bei den Kontaktbeschränkungen nicht zwischen Treffen in Innenräumen und im Freien unterschieden wird, ist die Ansteckungsgefahr im Freien Experten zufolge deutlich geringer als in geschlossenen Räumen.

    Ausgangssperre

    Ihre Zahl sinkt zwar kontinuierlich, dennoch gibt es in Bayern noch eine Reihe Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100. Dort gilt weiterhin die nächtliche Ausgangssperre: Zwischen 22 und 5 Uhr darf die Wohnung nur aus wenigen, genau festgelegten Gründen verlassen werden. Dort heißt es also auch am Vatertag: Spätestens um 22 Uhr zu Hause sein.

    Gastronomie

    Getränke und Speisen zum Mitnehmen kann man überall in Bayern in vielen Restaurants und Cafés kaufen - darf sie aber nicht vor Ort oder der "näheren Umgebung" verzehren.

    Seit dieser Woche darf in Kommunen mit einer stabilen Inzidenz unter 100 - mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums - die Außengastronomie öffnen. Zum Start am Montag waren es bereits mehr als ein Dutzend Landkreise und kreisfreie Städte, weitere sind seither hinzugekommen. In Kommunen mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen Gäste einen Termin buchen und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Wer mit Menschen aus einem anderen Haushalt am Tisch sitzen möchte, muss darüber hinaus einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Genesene und vollständig Geimpfte brauchen keinen Test.

    Alkoholverbote

    Insbesondere in Städten gibt es nach wie vor Alkohol-Konsumverbote für bestimmte stark frequentierte Plätze. In der Stadt Schweinfurt beispielsweise - wo die Corona-Zahlen besonders hoch sind - ist der Konsum alkoholischer Getränke "auf allen öffentlichen Verkehrsflächen im Innenstadtbereich" ganztägig verboten.

    Freizeit und Kultur

    Die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten dürfen in Bayern unabhängig von der Inzidenz öffnen - bei einem Wert über 100 müssen Besucher aber einen negativen Corona-Test vorlegen. Zwischen 50 und 100 können zudem Museen, Gedenkstätten und Schlösser aufsperren. Besucher müssen einen Termin buchen, ihre Kontaktdaten hinterlassen und eine FFP2-Maske tragen.

    Seit dieser Woche dürfen Kommunen mit einem Wert unter 100 - mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums - auch Kinos, Theater, Konzert- und Opernhäuser öffnen. Es gilt unter anderem eine Testpflicht, von der nur Genesene und Geimpfte befreit sind.

    Sport

    Auch wer sich am Feiertag sportlich austoben möchte, sollte die inzidenzabhängigen Regeln vor Ort beachten. Bei einem Wert über 100 ist nur kontaktfreier Individualsport allein, zu zweit oder mit Angehörigen es eigenen Haushalts erlaubt. Kinder unter 14 dürfen dort maximal zu fünft sporteln.

    Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind für Sport die Kontaktbeschränkungen (s.o.) maßgeblich. Kinder unter 14 dürfen darüber hinaus in einer bis zu 20-köpfigen Gruppe kontaktfreien Sport treiben. Mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums kann in diesen Kommunen sogar kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie der Kontaktsport unter freiem Himmel zugelassen werden - Voraussetzung dafür ist ein aktueller negativer Corona-Test aller Teilnehmer.

    In Kreisen mit einer Inzidenz unter 50 ist kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu 10 Personen erlaubt - oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren.

    Gottesdienste

    Die Schutzmaßnahmen in Gottesdiensten gelten unabhängig von der Inzidenz vor Ort: Die Gläubigen müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und eine FFP2-Maske tragen, Gemeindegesang ist verboten. Die Höchstzahl der Teilnehmer hängt von der jeweiligen Raumgröße ab.

    Ausflüge ins Ausland

    Unmittelbar vor dem Feiertag hat Bayern wieder den kleinen Grenzverkehr nach Österreich und Tschechien erlaubt - ein Abstecher ins Nachbarland hat also nach der Rückkehr keine Quarantäne mehr zur Folge. Die bayerische Regelung trat am Mittwoch in Kraft, Österreich will am Donnerstag nachziehen. Das österreichische Gesundheitsministerium stellte aber klar, dass die Erleichterungen nur für bestimmte Personen gelten: für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Das erschwert einen spontanen Kurztrip.

    Für alle, die es nach Tschechien zieht: Laut Innenministerium in Prag sind Fahrten nach Tschechien aus Deutschland, die nicht länger als 12 Stunden dauern, ohne triftigen Grund möglich. Die strengen tschechischen Quarantäne- und Testregeln greifen erst bei Aufenthalten von mehr als 12 Stunden Dauer.

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