BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Vater aus dem Allgäu wegen schwerer Kindesmisshandlung in U-Haft | BR24

© dpa-Bildfunk/Friso Gentsch

Symbolbild: Blaulicht Polizei

6
Per Mail sharen
Teilen

    Vater aus dem Allgäu wegen schwerer Kindesmisshandlung in U-Haft

    Im Allgäu soll ein Mann versucht haben, sein Baby zu töten. Das Amtsgericht Memmingen hat entschieden, dass der 23-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Das Sozialreferat der Stadt reagiert bestürzt.

    6
    Per Mail sharen
    Teilen

    Wollte ein 23-Jähriger sein Kind töten, einen knapp fünf Monate alten Säugling? Wie die Polizei jetzt mitteilte, war das Baby am Sonntag mit schweren Kopfverletzungen ins Memminger Klinikum gebracht worden. Die diensthabende Ärztin habe dann die Polizei verständigt.

    Mutter des Kindes ist erst 16

    Die Einsatzkräfte nahmen die Eltern noch im Krankenhaus fest. Die Mutter sei erst 16 Jahre alt und wohne noch bei ihren Eltern. Sie wurde später freigelassen. Der Vater sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Memmingen erließ am Montag Haftbefehl gegen den 23-Jährigen - wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der Misshandlung Schutzbefohlener.

    Nach den bisherigen Ermittlungen hat der Vater am Wochenende das Baby zu sich genommen. Wie der Mann das Kind genau verletzt haben soll, ist noch nicht bekannt.

    Baby mittlerweile wohl außer Lebensgefahr

    Gerichtsmediziner stellten bei der Untersuchung des Säuglings "eine akute lebensbedrohliche Gewalteinwirkung gegen den Kopf" fest. Mittlerweile soll aber keine Lebensgefahr mehr bestehen.

    Das Memminger Sozialreferat reagierte betroffen. In einer Mitteilung heißt es: "Wir sind bestürzt über die Misshandlung und sind froh, dass sich das Kind jetzt in guter medizinischer Versorgung befindet." Die Familie sei dem Jugendamt bekannt gewesen. Es habe im Vorfeld jedoch keine Hinweise auf eine Gefährdung des Kindes gegeben.

    (mit dpa)