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Der Barockturm der Grabkirche ist das Wahrzeichen von Deggendorf

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    Vandalismus in der Grabkirche

    Auf die Deggendorfer Grabkirche hat es innerhalb einer Woche zwei Vandalismus-Attacken gegeben. Die Barockkirche ist ein Deggendorfer Wahrzeichen.

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    Zuletzt schlugen die unbekannten Täter Glasscheiben an den Beichtstühlen ein, beschädigten eine gläserne Zwischeneingangstüre und versprühten die Löschflüssigkeit eines Feuerlöschers im Altarraum. Schon am Dienstag hatte ein Unbekannter offenbar mit einer Bierflasche eine Glasscheibe im Innenraum der Kirche beschädigt. Der entstandene Sachschaden bewegt sich im niedrigen dreistelligen Bereich. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.

    Kirche mit dunkler Geschichte

    Der Deggendorfer Grabkirche steht für eines der dunkelsten Kapitel der bayerischen Kirchengeschichte. Die Kirche war jahrhundertelang Ziel er „Deggendorfer Gnad“, einer Wallfahrt, die auf einem angeblich von Juden verübten Hostienfrevel basierte. Mit dieser frei erfundenen Legende wurde ein Judenpogrom im Jahr 1338 kaschiert. Erst vor knapp 25 Jahren untersagte der damalige Regensburger Bischof Manfred Müller die umstrittene Wallfahrt.