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Die "Himmelsleiter" in Pottenstein hat sich zum Besuchermagnet entwickelt.
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Die "Himmelsleiter" in Pottenstein hat sich zum Besuchermagnet entwickelt.

Die Pottensteiner "Himmelsleiter" im Landkreis Bayreuth hat sich zu einem Besuchermagnet entwickelt – sehr zum Leidwesen des dortigen Naturschutzgebietes. Die Ortsgruppe Pottenstein des Bund Naturschutz schlägt nun Alarm: Das sei kein Tourismus mehr, sondern schon fast Vandalismus, so der erste Vorsitzende Karl-Heinz Peters im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

Biotop an der "Himmelsleiter" zerstört

So wurden im Bereich des Biotops zahlreiche seltene Pflanzen – wie etwa die Silberdistel – ausgegraben. Außerdem wurden zahlreiche Steine einfach "weggekickt" oder den Berg hinuntergerollert. Der Bund Naturschutz bemängelt auch, dass Touristen trotz Sperrschild mit dem Auto bis zum Aussichtsturm auf die Naturschutzwiese fahren würden und dort teils in zweiter Reihen parken. An den Wanderwegen liege außerdem viel Müll herum, so Peters. Der erst im Februar gegründete Ortsverband des Bund Naturschutz will nun handeln.

"Die Natur ist für uns alle da. Wir wollen etwas tun. Wir wollen Aufmerksamkeit erwecken, ganz vorsichtig sensibilisieren – niemanden anklagen." Karl-Heinz Peters, erster Vorsitzender des Bund Naturschutz in Pottenstein

Bund Naturschutz plant Aktionen

Die Naturschützer planen in den kommenden Wochen verschiedene Aktionen: von Aufräumaktionen entlang der Wanderwege bis hin zu Hinweiszetteln an Autoscheiben. Sie wollen ganz gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen und in die Vereine holen. "Die Wenigsten, die bei den 'Fridays for Future-Aktionen' dabei sind, sind organisiert", so Peters.

Hintergrund: "Himmelsleiter" bei Pottenstein

Die Pottensteiner "Himmelsleiter" war 2014 gebaut worden. Sie ist ein 37 Meter hoher Aussichtsturm am Wanderweg zwischen der Burg Pottenstein und Elbersberg. Von dort hat man einen Rundblick in die Fränkische Schweiz und bei guter Sicht bis ins Fichtelgebirge.