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US-Truppenabzug auch in Bayern? Trump-Regierung will sich äußern | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Ein US-Soldat mit einem Gewehr nahe des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr.

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    US-Truppenabzug auch in Bayern? Trump-Regierung will sich äußern

    US-Präsident Trump will rund 10.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Dazu wird die US-Regierung nun Einzelheiten bekanntgeben. Dann stellt sich auch heraus, ob der europaweit größte Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in der Oberpfalz betroffen ist.

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    Die US-Regierung wird heute voraussichtlich Einzelheiten zum geplanten Abzug eines Teils ihrer Truppen aus Deutschland bekanntgeben. Erwartet wird, dass sich Verteidigungsminister Esper zur Stationierung von US-Soldaten äußert.

    Reduzierung um 10.000 Soldaten

    Präsident Donald Trump hatte die Reduzierung von fast 35.000 auf 25.000 Soldaten im Juni angekündigt und sie mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Allein auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz sind derzeit rund 13.000 Soldaten stationiert. Etwa 3.300 Deutsche beschäftigt die US-Armee hier als zivile Mitarbeiter.

    Zuversicht am Standort Grafenwöhr

    Obwohl ein großer Teil der Wirtschaft am Truppenübungsplatz hängt, zeigte man sich in Grafenwöhr aber bislang nicht beunruhigt über die Abzugspläne. Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) sagte nach Bekanntwerden der Pläne, dass die US-Armee in den vergangenen zehn Jahren "Milliarden" in den Truppenübungsplatz investiert habe. Er gilt bei US-Militärs als "Kronjuwel" und ist laut Aussagen der US-Militärs und des Grafenwöhrer Bürgermeisters Knobloch der modernste und auch größte Truppenübungsplatz der US-Armee weltweit. Hier üben die US-Armee und die Bundeswehr im Verbund mit der NATO. Am Montag startet eine weitere Großübung mit knapp zehn Nationen.

    Scheitern Trumps Abzugspläne noch?

    Welche Standorte es treffen wird und wie tief die Einschnitte sein werden steht noch nicht fest. Im Laufe der Woche soll es auch Informationen aus dem Bundesverteidigungsministerium dazu geben. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, hofft darauf, dass Trumps Pläne für einen Abzug der Truppen aus Deutschland noch scheitern. Der CDU-Politiker sagte, die Pläne ergäben auch geopolitisch für die USA keinen Sinn.

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