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Archivbild: Geschäftsstelle des FC Augsburg

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    US-Investor beim FCA: Präsident Hofmann reagiert auf Kritik

    Der Einstieg eines US-Investors beim FC Augsburg hat die Fans in Aufruhr versetzt. Nun hat sich FCA-Präsident Klaus Hofmann geäußert - und die Gründe für das Engagement des US-Investors genannt.

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    Von
    • René Kirsch

    In einem Brief an die Mitglieder des FC Augsburg hat Präsident Klaus Hofmann die Gründe dargelegt, warum er in der Bolt Football Holdings Germany einen US-amerikanischen Investor an Bord geholt hat. In seiner Erklärung heißt es, der Klub habe infolge der Corona-Pandemie Umsatzeinbußen in Höhe von 35 Millionen Euro verkraften müssen, dadurch habe "unsere wirtschaftliche Stabilität auch Kerben bekommen, die wir spüren". Diese seien zwar "weniger tief" als bei "den meisten Vereinen in der Bundesliga", allerdings wisse keiner, wie sich die Welt nach Corona entwickle.

    Warum sich Hofmann für den neuen Investor entschieden hat

    Um dies auszugleichen und für die Zukunft gerüstet zu sein, habe man sich nach dem Ausscheiden zweier Gesellschafter für den Einstieg von Bolt entschieden. Mit dessen Chef David Blitzer verbindet Hofmann nach eigener Aussage eine 20-jährige Geschäftsbeziehung. Hofmann schreibt dazu an die Mitglieder des FCA: "Es sind zwei Gesellschafter durch einen ersetzt worden, der uns wesentlich bessere Potenziale bietet. Alles andere bleibt, wie es ist. Ich bleibe der Alleinvertretungsberechtigte und einzige Geschäftsführer der Hofmann Investoren GmbH und es gibt nach wie vor die 50+1-Regel, die wir einhalten."

    Investor übernimmt 45 Prozent

    Bolt übernimmt 45 Prozent der Anteile an der Hofmann Investoren GmbH, die wiederum 99,4 Prozent der FC Augsburg KGaA hält. Der FC Augsburg e.V., dessen Präsident Hofmann ist, hält weiterhin lediglich 0,6 Prozent der Anteile an der eigenen Profiabteilung. Zu Kritik an seinem Vorgehen hatte der 53-Jährige im Interview mit der ARD Sportschau und dem BR-Hörfunk am Samstag erklärt: "Der Verein hat sich 2005 entschieden, Anteile an Walther Seinsch zu verkaufen. (...) Die hat er dann irgendwann dann mir verkauft, und noch ein paar anderen. (...)  Jeder fängt schon mit seinem Vermögen das an, was er für richtig hält. 2005 war die Ausgliederung, nicht 2021."

    FCA-Präsident kann Fan-Kritik zunächst nicht verstehen

    Zur Kritik, der Gesellschafterwechsel sei nicht ausreichend mit den Fans diskutiert und kommuniziert worden, hatte Hofmann noch am Samstag im ARD/BR-Interview erklärt: "Ich kann da überhaupt nichts erkennen was falsch war - ich würde das auch jetzt zugeben. Mir liegt an Schönrederei nichts, aber an der Stelle war alles richtig."

    Entschuldigung bei den Mitgliedern

    Heute entschuldigt sich Hofmann bei seinen Mitgliedern: "Hier kann ich Meinungen von Mitgliedern durchaus nachvollziehen, die sich nicht ausreichend mitgenommen gefühlt haben und bemängeln, dass man die Information zuerst anderweitig erhalten hat und nicht direkt vom FCA. Wenn wir die Vorgehensweise heute nochmals entscheiden müssten, so würden wir diese sicherlich anders wählen und direkt nach der internen Kommunikation die Öffentlichkeit darüber informieren. Das werden wir in Zukunft in unsere Kommunikationsstrategie aufnehmen."

    Am Dienstag spielt der FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt. Aktuell hat der FCA sieben Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen und steuert somit auf die elfte Saison in der 1. Bundesliga in Serie zu.

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