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US-General: Pläne für Truppenabzug liegen auf Eis | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Armin Weigel

US-Präsident Joe Biden wird den unter seinem Vorgänger Donald Trump angeordneten Teiltruppenabzugs von 12.000 Soldaten aus Deutschland stoppen. Der Präsident wolle die Ankündigung noch heute bei einem Besuch im US-Außenministerium machen.

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US-General: Pläne für Truppenabzug liegen auf Eis

Das Vorhaben des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump, 12.000 amerikanische Soldaten aus Deutschland abzuziehen, ist nach dem Machtwechsel im Weißen Haus in der Warteschleife. Die neue Regierung lässt die Pläne noch einmal prüfen, so ein General.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Margit Ringer

Die unter US-Präsident Donald Trump ausgearbeiteten Pläne zum Abzug 12.000 amerikanischer Soldaten aus Deutschland liegen nach dem Machtwechsel im Weißen Haus auf Eis.

Nach Angaben des für die US-Streitkräfte in Europa zuständigen Generals Tod Wolters hat die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden eine gründliche Überprüfung des Vorhabens in Auftrag gegeben. Erst danach werde der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin in Abstimmung mit dem Weißen Haus eine Entscheidung treffen. Wie diese ausfalle, wisse er nicht, so der General in einem Gespräch mit Journalisten.

Auch Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte am Donnerstag im Weißen Haus, dass es bis zum Abschluss der gründlichen Überprüfung keinen Truppenabzug geben werde.

Abzugspläne hätten Auswirkungen auf die Oberpfalz

Donald Trump hatte im vergangenen Juni den Teilabzug der US-Soldaten aus Deutschland angekündigt und den Schritt unter anderem mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben des NATO-Partners Deutschlands begründet.

Getroffen hätte das auch die Oberpfalz, wo die US-Armee mit 13.000 Soldaten und deren Angehörigen sowie mehr als 3.000 Arbeitsplätzen ein großer Wirtschaftsfaktor ist. 4.500 Soldaten sollten den Plänen zufolge aus Vilseck und weitere 1.000 aus Grafenwöhr abziehen.

Erleichterung bei den Bürgermeistern

Die verantwortlichen Kommunalpolitiker in der Oberpfalz begrüßen die Zusagen von General Wolters. Es sei ein weiterer Schritt der Erleichterung, sagt Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Er habe schon seit der Wahl des neuen US-Präsidenten Anfang November gehofft, so Schertl. Diese Hoffnung habe sich nun erfüllt. Biden hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, den von Trump geplanten Teil-Truppenabzug aus Deutschland noch einmal zu überprüfen.

Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch sagte bereits vergangenen Freitag, dass es seit dem Amtsantritt Bidens die Hoffnung gebe, dass nun fachliche Kriterien wieder eine Rolle spielen würden. Die Abzugspläne waren auch in Washington umstritten. US-Militärs hatten den Kommunalpolitikern in der Oberpfalz immer wieder signalisiert, dass es keine militärische Notwendigkeit eines Teilabzugs gebe.

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