BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR / Bernhard Metzger
Bildrechte: BR / Bernhard Metzger

Gericht urteilt: Kinder dürfen ohne Maske auf Indoor-Spielplatz

22
Per Mail sharen

    Urteil: Kinder dürfen ohne Maske auf Indoor-Spielplatz

    Kinder und Jugendliche müssen auf einem Indoor-Spielplatz im Landkreis Schweinfurt keine Maske mehr tragen. Das entschied das Verwaltungsgericht Würzburg. Die Betreiber hatten sich gegen die Auflagen des Landratsamts gewehrt.

    22
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Es sei lebensfremd, dass kleine Kinder auf dem Trampolin eine Maske tragen müssten – so begründeten die Betreiber des Atlantis-Abenteuerlands in Hambach im Landkreis Schweinfurt ihren Eilantrag gegen die Maskenpflicht. Damit wehrten sie sich gegen die Auflagen des Landratsamts, das sich auf die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berief. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Würzburg dürfen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren jetzt wieder ohne Maske auf dem Indoor-Spielplatz spielen.

    Verstoß gegen Gleichheitssatz

    Ein weiteres Argument der Antragsteller: Die Maskenpflicht verstoße gegen den Gleichheitssatz. Sie greife nicht für Fitness-Studios und andere Sportstätten, die Kindern vergleichbare Bewegungsangebote machen würden.

    Das Gericht entschied, dass in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nur eine Maskenpflicht für "Fahrgäste" angeordnet sei, der Indoor-Spielplatz aber keine Fahrgeschäfte habe. Eine Anwendung auf alle Personen in geschlossenen Räumen komme nicht in Betracht.

    Landratsamt Schweinfurt kann Beschwerde einlegen

    Demnach besteht außerhalb der Gastronomie, der Toiletten und des Parkplatzes keine Maskenpflicht für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Jüngere Kinder mussten ohnehin keine Maske tragen. Eine FFP2-Maskenpflicht auf dem Indoor-Spielplatz gilt damit nur für Kinder ab 15 Jahren und Erwachsene. Der Beschluss sei sofort wirksam, sagte ein Gerichtssprecher.

    Gegen die Entscheidung kann das zuständige Landratsamt Schweinfurt allerdings innerhalb von zwei Wochen Beschwerde einlegen. Dann ginge der Fall zur nächsten Instanz, dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

    "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!