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Urteil im Streit um Äußerungen über Strauß-Vermögen erwartet

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Urteil im Streit um Aussagen zu Strauß-Vermögen erwartet

Im Streit zwischen Max Strauß, Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten, und dem Autor Wilhelm Schlötterer könnte heute das Urteil fallen. Es geht um die Behauptung, dass Franz Josef Strauß ein Konto mit mehreren Millionen D-Mark hatte.

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Dieser Streit dauert schon seit vielen Jahren. Das Kölner Landgericht musste überprüfen, ob ein Bericht der Deutschen Genossenschaftsbank (DG), den Schlötterer nach seinen Recherchen im Jahr 2016 veröffentlichte, stimmt. Dem angeblichen Bericht zu Folge soll Franz Josef Strauß ein Auslandskonto mit einem Betrag von etwa 360 Millionen Mark hinterlassen haben. Das Geld solle zudem aus dubiosen Quellen stammen.

Großes Vermögen für Kinder hinterlassen - oder nicht?

Das Landgericht hatte dazu im vergangenen November Zeugen gehört - unter anderem eine Mitarbeiterin der Bank, die den Bericht mitverfasst haben soll. Für sie gebe es keinen Zweifel, dass das Konto tatsächlich Franz Josef Strauß zuzuordnen war. Andere Mitarbeiter, darunter auch der frühere Vorstandsvorsitzende der DG-Bank sagte, dass er das Dokument nicht kenne. Hätte es so etwas gegeben, wäre es sicherlich ein großes Thema gewesen, so der Ruheständler.

Das endgültige Urteil?

Der frühere Ministerialbeamte Wilhelm Schlötterer behauptet schon seit Jahren, dass Strauß seinen Kindern ein großes Vermögen hinterlassen habe. Mehrere Gerichte untersagten Schlötterer bereits die Wiederholung dieser Aussage. Das Verfahren findet vor dem Landgericht in Köln statt, weil sich die Kläger in solchen Prozessen den Gerichtsstand aussuchen können. Die Pressekammer des Kölner Landgerichts gilt bundesweit als spezialisiert für solche Fälle.