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Urteil im Prozess um tödliche Wiesn-Schlägerei | BR24

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Am Dienstag wird im Landgericht München das Urteil im Prozess um eine tödliche Wiesn-Schlägerei verkündet.

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Urteil im Prozess um tödliche Wiesn-Schlägerei

Im Prozess um die tödliche Schlägerei beim Oktoberfest 2018 wird heute am Landgericht München das Urteil verkündet. Angeklagt ist ein 43-jähriger Gerüstbauer, der vor einem Bierzelt mit einem anderen Besucher aneinander geraten war.

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Am Landgericht München wird heute im Prozess um eine tödliche Schlägerei auf dem Oktoberfest 2018 das Urteil verkündet. Ein 43-jähriger Mann ist wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

Angeklagter: "Habe meine Kraft unterschätzt"

In seinem Schlusswort hatte sich der Münchner bei den Hinterbliebenen des Opfers – ein 58-jähriger Fürstenfeldbrucker – entschuldigt. "Es tut mir echt furchtbar leid", sagte er.

Schon beim Prozessauftakt gab er zu, dass er seinem Kontrahenten im Oktober 2018 einen Schlag gegen den Kopf verpasst hatte. Von einer "ausg‘holt'n Schelln" sprach der 100 Kilogramm schwere und 1,90-Meter große Mann. Er räumte ein: "Ich habe wahrscheinlich meine Kraft unterschätzt."

Opfer starb an den Folgen des Kopfschlages

Der Fürstenfeldbrucker stürzte, stand zunächst wieder auf, wurde dann aber bewusstlos und starb wenig später an einer Hirnblutung. Als der Münchner davon am nächsten Tag erfuhr, stellte er sich selbst der Polizei. Das und sein Geständnis hielt ihm auch die Staatsanwaltschaft zugute.

Andererseits ist der Gerüstbauer 19-fach vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Haft. Der alkohol- und drogenabhängige Mann solle zudem in eine Entziehungsanstalt. Das sehen auch die Verteidiger so. Sie beantragten eine Strafe von höchstens drei Jahren. Heute wird das Urteil verkündet.