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Urteil im Prozess um Sexualstraftäter in Memmingen erwartet | BR24

© BR/Peter Allgaier

Er soll laut Anklage im Dezember 2018 im Landkreis Unterallgäu zwei Frauen vergewaltigt und zwei weitere Frauen sexuell genötigt haben. Deshalb steht ein 26-Jähriger vor dem Landgericht Memmingen. Dienstagabend, 1.10., soll das Urteil fallen.

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Urteil im Prozess um Sexualstraftäter in Memmingen erwartet

Er soll laut Anklage im Dezember 2018 im Landkreis Unterallgäu zwei Frauen vergewaltigt und zwei weitere Frauen sexuell genötigt haben. Deshalb steht ein 26-Jähriger vor dem Landgericht Memmingen. Dienstagabend, 1.10., soll das Urteil fallen.

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Binnen weniger Tage soll ein Mann in Egg an der Günz und in Babenhausen vier Sexualstraftaten begangen haben. Der Angeklagte, ein Asylbewerber aus Eritrea, bestreitet im Prozess am Landgericht Memmingen alle Taten.

Vergewaltigung einer Spaziergängerin

Die erste Tat soll der Angeklagte am 3. Dezember 2018 in der Gemeinde Egg an der Günz verübt haben. Laut Ermittlern vergewaltigte er damals eine Spaziergängerin, die ihren Hund ausführte. Dem Mann gelang die Flucht.

Sexuelle Übergriffe in Auto, Toilette und Umkleidekabine

Zwei Tage später soll der Angeklagte weitere Übergriffe verübt haben, und zwar im benachbarten Babenhausen. Zunächst bedrängte er laut Anklage in der Damentoilette eines Cafés eine Frau, die allerdings weglaufen konnte. Laut Staatsanwaltschaft drängte der Asylbewerber danach eine Spaziergängerin in ihr Auto und vergewaltigte sie. Die Frau fuhr nach Hause und verständigte die Polizei. In der Zwischenzeit zerrte der Angeklagte offenbar eine weitere Frau in eine Umkleidekabine am Ufer eines Badeweihers. Diese wehrte sich wohl mit einer Schere, verwundete den Angreifer und erlitt im Gerangel selbst schwere Verletzungen.

Staatsanwalt: Opfer haben den Mann wiedererkannt

Der Staatsanwalt spricht allerdings von einer eindeutigen Beweislage. Mehrere Opfer hätten den Mann wiedererkannt, auch DNA-Spuren stimmten überein. Sollte der Angeklagte schuldig gesprochen werden, erwarten ihn zwei bis maximal 15 Jahre Haft. Ein Urteil soll am Abend fallen.