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Der Angeklagte steht im Gerichtssaal des Landgerichts Ingolstadt.
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Susanne Pfaller
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Der Angeklagte steht im Gerichtssaal des Landgerichts Ingolstadt.

Der 29-jährige Angeklagte hat gestanden. Ebenso unstrittig wie die Tat ist, dass der arbeitslose Ingolstädter schizophren und alkoholabhängig ist und deshalb nur vermindert schuldfähig.

Anklage sieht Angeklagten als Gefahr für sich und Dritte

Entsprechend niedrig fallen die geforderten Freiheitsstrafen aus: Der Verteidiger plädiert auf vier Jahre, die Staatsanwältin auf knapp sechs Jahre. Die Anklägerin hat zudem beantragt, dass der Mann in die geschlossene Psychiatrie kommt. Wie die vom Gericht gehörte Sachverständige hält auch die Staatsanwältin den Mann für eine Gefahr – für sich, aber auch für Dritte.

Mutmaßlicher Täter bedrohte bereits Angehörige

Sein Pflichtverteidiger teilt diese Expertenmeinung nicht. Für ein Fremdgefährdungspotential spricht jedoch, dass der 29-Jährige bereits mehrere Familienangehörige bedroht hat, zudem im Internet Gewalttaten ankündigte und dann mit der Geiselnahme von Pfaffenhofen eine konkrete Tat folgen ließ.