BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Urteil im "Güllemord-Prozess": Bauer wegen Totschlags verurteilt | BR24

© BR/Mario Kubina

13 Jahre und sechs Monate Haft wegen Totschlags. So lautet das Urteil des Landgerichts Augsburg im sogenannten "Güllemord-Prozess". Ein Landwirt soll seine Frau getötet und anschließend mit Gülle übergossen haben. Seine Anwälte forderten Freispruch.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Urteil im "Güllemord-Prozess": Bauer wegen Totschlags verurteilt

13 Jahre und sechs Monate Haft wegen Totschlags. So lautet das Urteil des Landgerichts Augsburg im sogenannten "Güllemord-Prozess". Ein Landwirt soll seine Frau getötet und anschließend mit Gülle übergossen haben. Seine Anwälte forderten Freispruch.

Per Mail sharen

Im sogenannten "Güllemord"-Prozess hat das Landgericht Augsburg den angeklagten Landwirt des Totschlags an seiner Frau schuldig gesprochen. Er bekam eine Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten.

Richterin: "Kein Zweifel an der Schuld des Angeklagten"

Richterin Susanne Riedel-Mitterwieser sagte bei der Urteilsverkündung, es bestehe kein Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Aus Sicht des Gerichts lag weder ein Unfallgeschehen vor noch gab es einen unbekannten Dritten, stattdessen habe der Landwirt seine Frau umgebracht. Es handle sich um ein "grausames Geschehen", das sich nicht mehr in allen Einzelheiten rekonstruieren lasse, so die Richterin. So bleibe offen, wie und mit welchem Gefäß der Angeklagte seiner Frau Gülle eingeflößt habe. Noch während der Urteilsbegründung protestierte Verteidiger Peter Witting und verließ anschließend den Saal. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Landwirt soll seine Frau mit Gülle übergossen haben

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags gefordert. Demnach soll der Landwirt im September 2018 seine Frau zuerst niedergeschlagen und dann mit Gülle übergossen haben, woran die 51-Jährige erstickt ist. Die drei Anwälte des Landwirts plädierten auf Freispruch. Sie gehen von einem Unfall aus, nachdem die Bäuerin selbst in die Güllegrube gestiegen sei. Die Bäuerin war neben der Güllegrube gefunden worden, ihre Beine hingen in die Öffnung der Grube. Sie war am ganzen Körper mit Gülle verschmiert. Auch in ihrer Lunge fanden sich Gülle-Rückstände.

© BR24

Das Landgericht Augsburg hat einen Landwirt aus dem Nördlinger Ries wegen Totschlags an seiner Frau zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilt. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt, denn die Frau war durch Gülle ums Leben gekommen.

Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!