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Der frühere Verlobte von Maria Baumer am Tag der Urteilsverkündung im Oktober 2020 im Gerichtssaal.

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    Mordfall Maria Baumer: Urteil ist rechtskräftig

    Der Prozess um den Mordfall Maria Baumer wird nicht noch einmal aufgerollt. Der Bundesgerichtshof lehnte eine Revision des Urteils des Landgerichts Regensburg ab. Dieses hatte gegen den früheren Verlobten Baumers eine lebenslange Haftstrafe verhängt.

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    Von
    • Kilian Neuwert
    • BR24 Redaktion

    Das Urteil des Regensburger Landgerichts im Mordfall Maria Baumer ist rechtskräftig. Wie der Verteidiger des früheren Verlobten Baumers dem BR jetzt bestätigte, hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) über die Revision in dem Verfahren entschieden: Demnach sah der BGH keine Rechtsfehler im Urteil des Landgerichts Regensburg. Zuerst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" über die Entscheidung berichtet.

    Lebenslange Haft und besondere Schwere der Schuld

    Das Regensburger Landgericht hatte den früheren Verlobten von Maria Baumer im Oktober 2020 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Dadurch ist eine Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung nicht nach 15 Jahren möglich, sondern erst nach einer im Vollstreckungsverfahren festzusetzenden längeren Mindestverbüßungsdauer.

    Fall Baumer sorgte bundesweit für Aufsehen

    Die damals 26-jährige Maria Baumer aus Muschenried im Landkreis Schwandorf war im Mai 2012 verschwunden, kurz nach ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) in Bayern. Im September 2013 fand ein Pilzsammler ihre sterblichen Überreste in einem Wald im Landkreis Regensburg. Nach dem Fund wurde der ehemalige Lebensgefährte vorübergehend inhaftiert, aus Mangel an Beweisen aber wieder freigelassen. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen und hatte auch die Menschen in der Region um Regensburg und Schwandorf über Jahre hinweg beschäftigt.

    Indizienprozess im Sommer 2020

    Im Dezember 2019 nahm die Polizei den früheren Verlobten erneut unter dem Vorwurf des Mordes fest. Im Juli 2020 begann dann ein Indizienprozess, in dem die Richter zur Überzeugung gelangten, dass der Mann seiner Verlobten heimlich das Beruhigungsmittels Lorazepam und das Schmerzmittel Tramadol eingeflößt hatte. Baumer sei daraufhin bewusstlos geworden und später gestorben.

    Als Motiv wurde angenommen, dass der Mann eine neue Beziehung zu einer Patientin anbahnen wollte, die er als Krankenpfleger betreut habe. Der Verurteilte bestritt den Mord im Prozess, räumte aber zwischenzeitlich ein, die Leiche Maria Baumers im Wald vergraben zu haben.

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