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Urteil für Polizeischüler in Würzburg: Anklage geht in Revision | BR24

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Die Staatsanwaltschaft Würzburg will sich nicht mit dem Urteil gegen einen Polizeischüler abfinden und wird in Revision gehen.

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    Urteil für Polizeischüler in Würzburg: Anklage geht in Revision

    Ein Jahr und drei Monate auf Bewährung für den Polizeischüler, der in Würzburg einen Kameraden erschossen hat: Mit diesem Urteil will sich die Staatsanwaltschaft nicht zufriedengeben und geht nun in Revision.

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    • BR24 Redaktion

    Die Staatsanwaltschaft Würzburg will sich nicht mit dem Urteil gegen einen Polizeischüler wegen fahrlässiger Tötung abfinden und wird in Revision gehen. "Ich werde jetzt Rechtsmittel einlegen", sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach. Aus seiner Sicht hätte der Angeklagte nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden müssen. Das Amtsgericht Würzburg hatte sich am Dienstag allerdings zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung entschlossen.

    Angeklagter Polizeischüler hat vor Gericht gestanden

    Der 21 Jahre alte Angeklagte hatte in dem Prozess die versehentliche Tötung eines Mitschülers gestanden. Außerdem hatte er eingeräumt, beim Entladen und der Kontrolle seiner Dienstwaffe nachlässig gehandelt zu haben. Niemals hätte er es für möglich gehalten, dass sich im Lauf der Dienstwaffe noch eine Kugel befand, hieß es in der Verhandlung. Bei einem simulierten Schusswaffeneinsatz in einer Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Würzburg hatte der junge Mann seinen 21-jährigen Kollegen im Februar vergangenen Jahres erschossen.

    Staatsanwaltschaft Würzburg hatte Erwachsenenstrafe gefordert

    Die Anklage hatte für 22 Monate auf Bewährung nach Erwachsenenstrafrecht plädiert, da ihrer Ansicht nach keine Reifedefizite beim Angeklagten vorliegen und der Vorfall keine Jugendverfehlung war. Das Gericht hatte das Jugendstrafmaß unter anderem damit begründet, dass sich der Angeklagte zur Tatzeit in Ausbildung befand und mit seinem Kollegen wohl öfter solche Spielchen gemacht habe, in denen er leichtfertig mit der Waffe umgegangen sei. Es sei auch zu berücksichtigen, dass der 21-Jährige seit der Tat traumatisiert sei.

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