Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Urteil: Bewährungsstrafe für Kinderkrebshilfe-Mitarbeiter | BR24

© BR/Andreas herz

Die beiden Vorstandsmitglieder der Kinderkrebshilfe Bayern e.V. haben eine Bewährungsstrafe bekommen und sie müssen ein Geldbuße zahlen

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Urteil: Bewährungsstrafe für Kinderkrebshilfe-Mitarbeiter

Im Prozess gegen zwei Vorstände des Kinderkrebshilfe Bayern e.V. hat das Amtsgericht Augsburg die Angeklagten wegen Untreue zu Bewährungsstrafen verurteilt. Beide müssen außerdem eine Geldbuße von jeweils 40.000 Euro zahlen.

Per Mail sharen

Das Amtsgericht Augsburg hat den 39-jährigen Angeklagten zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung und seine 50-jährige ehemalige Lebenspartnerin zu einem Jahr und 10 Monaten auf Bewährung verurteilt - beide wegen Untreue. Die beiden Angeklagten müssen also nicht in Haft.

Die Strafe hätte durchaus höher ausfallen können, da es um hohe Geldbeträge ging, die krebskranken Kindern zu Gute kommen sollten. Die Angeklagten haben laut Anklage die Gelder zu großen Teilen selbst eingesteckt.

Kinderkrebshilfe-Mitarbeiter haben Geständnis abgelegt

Die Verständigung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft hatte sich schon am ersten Prozesstag angedeutet. Voraussetzung dafür waren Geständnisse der beiden. Die haben sie auch abgelegt, nachdem sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auch heute nochmal rund zwei Stunden beraten hatten. Die Staatsanwaltschaft hat mitgemacht, weil es besser sei, dass krebskranke Kinder so viel Geld wie möglich bekommen, als wenn die beiden Angeklagten auf Kosten der Steuerzahler ins Gefängnis müssen.

Kinderkrebshilfe-Mitarbeiter haben viel zurückgezahlt

Außerdem sei weiterer Schadenersatz fällig. Einen großen Teil haben die Angeklagten offenbar bereits zurückgezahlt.

Angeklagte Kinderkrebshilfe-Mitarbeiter haben kein Vermögen mehr

Strafmildernd sei außerdem, dass die beiden ihr Haus zwangsversteigern mussten für die Schadenswiedergutmachung und beide nun kein Vermögen mehr haben. Außerdem haben sie gestanden, dadurch bliebe es den rund 150 Geschädigten erspart, auszusagen.

Betrug an den krebskranken Kindern

Die Angeklagten sollen auf ihrer Internetseite mit Fotos krebskranker Kinder um Spenden geworben haben – nur kam bei den Hilfsbedürftigen offenbar kaum Geld an. Stattdessen haben die zwei Vereinsmitglieder laut Anklage das meiste Geld in die eigene Tasche gesteckt. Man hat also auf dem Rücken der Kinder um Spenden gebeten, mit emotionalen Bildern. Die Internetseite gibt es nicht mehr. Außerdem soll der Verein aufgelöst werden.

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR/Alex Brutscher

Zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Kinderkrebshilfe Bayern e.V. sind zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.