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Corona und Schule

Bayerns Beamte sollen Corona-Risikogebiete im Urlaub meiden | BR24

© picture alliance / AA

See bei Konya in der Türkei

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    Bayerns Beamte sollen Corona-Risikogebiete im Urlaub meiden

    In einem Schreiben hat die Staatsregierung bayerische Beamte vor einem Urlaub in einem Corona-Risikogebiet gewarnt. Wer dort die Ferien verbringe und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen.

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    Bayerns Beamte sollen in den Sommerferien einen weiten Bogen um Corona-Risikogebiete schlagen. Die Staatsregierung macht ihren Mitarbeitern in einem Schreiben des Finanzministeriums Vorgaben, wie eine Sprecherin bestätigte: Wer in einem Corona-Risikogebiet Ferien mache und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten könne. Wer das verweigere, riskiere unter Umständen ein Disziplinarverfahren.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat weltweit mehr als 100 Staaten als Gebiete eingestuft, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dazu gehören etwa Ägypten, Israel, die Türkei, Südafrika und die USA. Nahezu die komplette EU und einige andere europäische Staaten wie die Schweiz fallen nicht darunter.

    Beamtenbund zeigt Verständnis für Forderung

    Zuerst hatte der "Münchner Merkur" über das Ministeriumsschreiben an die Beamten berichtet. Der Bayerische Beamtenbund zeigte Verständnis: "Beamte haben nun einmal eine besondere Stellung", sagte BBB-Chef Rainer Nachtigall der Zeitung.

    Die weitaus größte Gruppe der bayerischen Staatsbeamten machen die gut 120.000 Lehrer aus, gefolgt von über 40.000 Polizisten. "Wir tun alles dafür, nach den Ferien einen normalen Schulbetrieb auf die Beine zu stellen", sagte Nachtigall dazu. "Da wäre es fatal, wenn die Lehrer vorher in Hochrisikogebiete fahren."

    Regelbetrieb an Bayerns Schulen im Herbst?

    Vor wenigen Tagen hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angesichts der Corona-Situation in Teilen Europas Zweifel daran geäußert, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär starten können. Er sei noch nicht überzeugt, dass es einen ganz normalen Regelunterricht geben werde, so Söder.

    Auch Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (FW) baut inzwischen vor und spricht davon, es sei zwar sein "Wunsch" zum Regelbetrieb zurückzukehren, aber bei einer zweiten Corona-Welle sei dies nicht möglich.

    In Bayern gibt es bislang mehr als 50.000 bestätigte Corona-Infektionen, 2.617 Menschen starben.

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