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Corona und Schule

Urlaub dahoam: Suche nach Wegen aus dem Overtourism | BR24

© BR/Martin Breitkopf

Wegen der Corona-Krise haben Urlauber die Heimat als Alternative zum Ausland entdeckt. In den Tourismus-Hotspots reagieren Einheimische allergisch. Hubert Aiwanger, dafür zuständiger Minister, hat sich die Probleme angehört und sucht nach Lösungen.

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Urlaub dahoam: Suche nach Wegen aus dem Overtourism

Wegen der Corona-Krise haben Urlauber die Heimat als Alternative zum Ausland entdeckt. In den Tourismus-Hotspots reagieren Einheimische allergisch. Hubert Aiwanger, dafür zuständiger Minister, hat sich die Probleme angehört und sucht nach Lösungen.

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"Urlaub dahoam" ist in Corona-Zeiten voll im Trend. Was für den regionalem Tourismus oft ein Segen ist, wird immer mehr zum Fluch für Einheimische. Die Hilferufe aus touristischen Hotspot sind in letzter Zeit immer lauter geworden. Deshalb hat heute Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft und Tourismus, in Garmisch-Partenkirchen Lösungsansätze mit kommunalen Politikern von betroffenen Regionen im bayerischen Alpenraum diskutiert.

Tourismus-Hotspots an einem Tisch

Von Walchensee bis Schloß Neuschwanstein, von Prien am Chiemsee bis Berchtesgaden und Oberstdorf im Allgäu - von überall her kam Bürgermeister und Landräte nach Garmisch-Partenkirchen und schilderten Minister Hubert Aiwanger ihre Sorgen. Jede Region, jeder Ort hat unterschiedliche Probleme - bei dem einen ist es die Parkplatzsituation, bei anderen sind es lange Staus im Ort. Lokale Probleme brauchen individuelle Lösungen, das Ministerium mit seinen Fachleuten werde den Kommunen unterstützend zur Seite stehen, heißt es von Aiwanger.

Ausflugsticker – App eine Lösung

Jeder einzelne Ausflügler selbst ist gefragt - der Minister appelliert an die Vernunft und bittet, sich vor der Abfahrt besser zu informieren. So gäbe es schon jetzt die Möglichkeit übers Internet den Ausflugsticker abzurufen, darin wird bereits in einigen Regionen über Staus und Wartezeiten ganz lokal und aktuell informiert. Die digitalen Möglichkeiten über eine App und eine bessere Besuchersteuerung sollen zeitnah ausgespielt werden.

Sperrungen gegen Overtourism

Auch lokale temporäre Sperrungen, wenn etwa ein Gebiet wie der Walchensee überlastet ist, wurde diskutiert. Geht es nach dem Landrat vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Josef Niedermaier, wäre das längst überfällig. Im konkreten Fall ist die Zufahrt über den Kesselberg aber eine Bundesstraße und die kann nur in äußersten Ausnahmefällen gesperrt werden, die Zuständigkeit liegt beim Bund. Im Nachgang zu dem heutigen Treffen in Garmisch-Partenkirchen, soll in Gremien nach lokalen Lösungen für solche Probleme gesucht werden.

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