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Urlaub daheim: Wildpark an den Eichen in Schweinfurt | BR24

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Der Wildpark an den Eichen in Schweinfurt ist Bayerns größter kostenfreier Tierpark. Die Anlage ist seit Jahrzehnten nicht nur eine Attraktion für Einheimische, sondern auch für auswärtige Gäste.

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Urlaub daheim: Wildpark an den Eichen in Schweinfurt

Der Wildpark an den Eichen in Schweinfurt ist Bayerns größter kostenfreier Tierpark. Die Anlage ist seit Jahrzehnten nicht nur eine Attraktion für Einheimische, sondern auch für auswärtige Gäste – vor allem, wenn Reisen ins Ausland gerade tabu sind.

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Die exotischen Beos sind nur eine von vielen tierischen Attraktionen im Schweinfurter Wildpark. Es gibt Wildschweine, Hochlandrinder, Mufflons, Luchse oder Schneeeulen. Über 400 Tiere leben in der Parkanlage an den Eichen. Sie befindet sich im Norden des Schweinfurter Stadtgebietes im Stadtteil Hochfeld. Der Wildpark an den Eichen hat vor vier Jahren seinen 50. Geburtstag gefeiert. Ein Besuchermagnet vom ersten Tag an ohne Eintritt.

Finanzierung durch Stadt Schweinfurt und Spenden

Finanziert wird der Wildpark durch die Stadt Schweinfurt. Sie investiert jedes Jahr mehrere hunderttausend Euro, sagt Tierparkleiter Thomas Leier.

"Aber wir haben auch schon jede Menge Spendenaktionen durchgezogen und dadurch rund vier Millionen Euro eingenommen haben. So kann man diese besondere Anlage und die Vielfalt im Park aufrecht erhalten." Thomas Leier, Leiter Wildpark Schweinfurt

Tierpark, "Waldspielplatz" und Schaubauernhof

Es gibt aber nicht nur Tiere. Im Wildpark steht auch ein riesige Holzelch, der zum Klettern einlädt sowie ein großes Planschbecken oder eine Minigolf-Anlage. Deshalb nennen die Schweinfurter die Anlage liebevoll "Waldspielplatz". In einem Schaubauernhof befindet sich ein Raum für Veranstaltungen für Kinder. Waldpädagogische Führungen werden nach Terminvereinbarung angeboten. Die Waldweihnacht findet jährlich an einem Sonntag Mitte Dezember statt.

© Wolfram Hanke BR

Holzelch zum Klettern für Kinder

Besuchermagnet mit großer Strahlkraft

Besucher kommen inzwischen aus allen Teilen Bayerns, sagt Wildpark-Leiter Thomas Leier. Das weiß er aus Einträgen im Gästebuch und von den Autokennzeichen auf dem Parkplatz. Rund 600.000 Besucher sind es im Jahr – und in Zeiten von Corona kommen noch mehr.

"Wir merken anhand der vielen Anrufe jeden Tag, wie groß das Interesse ist. Wir sehen viele Menschen mit Flyern durch den Park laufen, die offenbar ortsunkundig sind. Also man merkt, dass durch die Corona-Pandemie viele neue Gäste kommen. Die Masse der Menschen macht in Deutschland Urlaub, und deshalb kommen auch mehr Gäste zu uns nach Schweinfurt." Thomas Leier, Leiter Wildpark Schweinfurt

Wildpark in Schweinfurt mit langer Tradition

Elf Mitarbeiter kümmern sich quasi rund um die Uhr um die Anlage, füttern Tiere, säubern Käfige oder halten Spielanlagen in Schuss. Der Wildpark in Schweinfurt hat eine lange Tradition: Bereits ab 1869 gab es einen Privatzoo auf dem Teilberg, der 1879 in die Wehranlagen verlegt wurde. Neben einheimischen Tieren gab es damals auch Raubtiere, Bären, Affen oder Zebras. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Zoo bei einem Bombenangriff getroffen und geschlossen. Den Wildpark in seiner jetzigen Form gibt seit 1966.

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