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Urlaub daheim: Der Schlangenweg im Steigerwald | BR24

© BR/Ralph Wege

Der Schlangenweg im unterfränkischen Steigerwald bietet Urlaub und Abenteuer für große und kleine Entdecker. BR-Reporter Ralph Wege ist mit seiner Familie auf dem Schlangenweg gewandert.

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Urlaub daheim: Der Schlangenweg im Steigerwald

Der Schlangenweg im Steigerwald bietet Urlaub und Abenteuer für große und kleine Entdecker. BR-Reporter Ralph Wege ist mit seiner Familie auf dem Schlangenweg gewandert. Seine Erkenntnis: Man sollte den Schildern folgen.

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Von
  • Ralph Wege

"Der Weg heißt Schlangenweg, weil er sich so schlängelt wie eine Schlange", sagt meine Tochter Luisa. Sie weiß also, dass der Name "Schlangenweg" nichts mit Schlangen zu tun hat. Mit meiner Frau und unseren fünf Kindern breche ich auf, um den Schlangenweg entlang zu wandern. Start und Ziel des Rundwegs ist in Zell am Ebersberg im Landkreis Haßberge. Am Ortsrand biegen wir bei der beschilderten Weggabelung links ab. Unser Abenteuer im Steigerwald kann beginnen und somit auch unser Urlaub zu Hause.

Schlangenweg schlängelt sich an einem Waldhang entlang

Der Trampelpfad schlängelt sich durch einen idyllischen Wald. Trotz sommerlicher Hitze ist es im Schatten der großen Bäume immer angenehm kühl. Neben uns fällt der Abhang schräg in die Tiefe. Meine Frau Pia hat ein mulmiges Gefühl. "Der Hang ist ganz schön steil", sagt sie und blickt die rund hundert Meter lange, bewaldetet Schräge in die Tiefe. Pia und ich halten immer ein Auge auf unsere Kinder und ermahnen sie hin und wieder, nicht so nah an den Abhang heranzutreten.

Kinder haben auf Wanderung viel zu entdecken

Die Kinder haben viel Spaß. Sie kraxeln links den Hang hinauf und balancieren auf umgestürzten Bäumen. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken: zum Beispiel Tierspuren in ausgetrockneten Pfützen oder eine riesige Nacktschnecke, die vor uns den Weg überquert. "Die ist aber schön, die Nacktschnecke", ruft meine Tochter Julia begeistert. "Kann man die streicheln oder beißt die?", fragt der dreijährige Fabian neugierig. Seine Schwester Luisa antwortet ihm: "Die beißt überhaupt nicht, die hat ja nicht mal so richtige spitze Zähne."

© Ralph Wege

Der dreijährige Fabian geht abseits des Trampelpfades gerne auf Entdeckungsreise.

Abkürzung auf dem Wanderweg im Steigerwald

Unser Sohn hält mit seinen drei Jahren die gesamte Strecke des Schlangenwegs vermutlich nicht durch. Darum wollen wir die Zehn-Kilometer-Tour um die Hälfte abkürzen. Wir entdecken einen schmalen Trampelpfad, der rechts den Abhang hinunterführt. Allerdings sind Pia und ich uns nicht sicher, ob das tatsächlich die Abkürzung ist. Die Kinder sind jedenfalls begeistert, denn es geht steil bergab. Der Trampelpfad endet nach mehreren Minuten schließlich an einem Bach. Das ist wohl doch nicht die Abkürzung. Also laufen wir wieder zurück, steil bergauf. Der Aufstieg ist anstrengend für mich, denn ich trage Fabian auf den Schultern.

Endlich sind wir wieder oben auf dem Schlangenweg angekommen. Kurze Zeit später kommen wir zu Wegweisern. Einer deutet rechts den Abhang hinunter. Auf ihm steht: "Böhlgrund – 500 Meter". Pia und ich sind uns sicher: Das ist die Abkürzung. Ein breiter Trampelpfad führt bergab. Spätestens hier merken wir: Auf dem Schlangenweg sollte man nur wandern, wenn es trocken ist. Bei Feuchtigkeit können manche Stellen viel zu rutschig werden. Feste Schuhe sollte man also dringend anziehen.

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