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Aus alt mach neu - dieser Gedanke steckt hinter "Upcycling". Denn oft sind Dinge viel zu schade, um sie einfach in den Müll zu werfen. Auch unser Radiosender Bayern1 setzt auf Nachhaltigkeit und hat mit seinem alten Heißluftballon noch Großes vor.

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Upcycling: Bayern 1-Heißluftballon wird zu Taschen verarbeitet

Aus alt mach neu: Der Radiosender Bayern 1 wirft einen ausrangierten Heißluftballon nicht einfach weg, sondern haucht ihm ein zweites Leben ein. Eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung aus Ursberg verarbeitet das Material zu Tragetaschen.

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Von
  • Peter Allgaier
  • Veronika Scheidl

Er flog über die BR-Radltour, nahm Radiohörer mit in die Wolken und verfolgte Biathleten auf der Weltcupstrecke: Nach mehr als 300 Stunden am Himmel hat der alte Bayern 1-Heißluftballon ausgedient. Die Hülle ist durch die Hitze luftdurchlässig geworden und muss sicherheitshalber ausgetauscht werden.

Für die Mülltonne war sie aber viel zu schade, sagt Reinhold Fest, Nachhaltigkeitsmanager beim Bayerischen Rundfunk. "Wir versuchen Dinge auch immer zu reduzieren oder in anderen Bereichen nochmal zu nutzen, zu upcyclen oder recyclen."

Heißluftballon wird zu Tragetaschen genäht

So landete der Ballon beim Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg. Die Einrichtung hat mit der blau-weißen Nylonhülle etwas ganz Besonders vor: Sie möchte aus den 1.400 Quadratmetern Stoff Tragetaschen herstellen. Das ist gar nicht so einfach, denn der Stoff ist zwar elastisch und leicht, aber rutscht schnell weg, sagt Sigrid Schmid. Sie pinnt die Hülle deshalb mit Nadeln fest, um besser nähen zu können. Doch Schmid macht als Betreuerin nur einen Teil der Arbeit.

"Wir sind ja eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung", sagt Danny Palmowski. Er leitet die Werkstatt des Dominikus-Ringeisen-Werks, in der auch viele andere Dinge entstehen, seien es nun Damenhandtaschen oder Schlüsselanhänger in Form eines Traktors oder einer kleinen Eule. "Wir wollen die Menschen fit machen für den normalen Arbeitsmarkt und ihr Selbstbewusstsein stärken", erklärt Palmowski.

1.000 Tragetaschen aus einem Ballon

Maria Veit jedenfalls sitzt konzentriert vor ihrer Nähmaschine. Langsam aber beständig näht sie Tragegriffe an eine Tasche. "Ich wollte das immer schon mal ausprobieren und bin stolz, dass es klappt“, sagt Veit. Insgesamt tausend Exemplare sollen es insgesamt werden, jede übrigens ein Unikat und auf Handygröße zusammenfaltbar. Ab Juni wird es die Tragetaschen geben - kostenlos bei Veranstaltungen von Bayern 1.

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Heißluftballon nicht einfach weg, sondern haucht ihm ein zweites Leben ein. Eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung aus Ursberg verarbeitet das Material zu Tragetaschen.

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