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© Feuerwehrmuseum Bayern e.V.
Bildrechte: Feuerwehrmuseum Bayern e.V.

Seit einem Unwetter ist das Dach des Feuerwehrmuseums in Waldkraiburg so undicht, dass viele der Exponate buchstäblich im Regen stehen.

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    Nach dem Unwetter: Wasserschaden im Feuerwehrmuseum

    Das Feuerwehrmuseum in Waldkraiburg ist bundesweit eines der größten. Doch seit einem Unwetter mit Hagel vor einigen Wochen ist das Dach derart undicht, dass viele der wertvollen Exponate buchstäblich im Regen stehen.

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    Von
    • Hans Häuser

    Von einer deprimierenden Situation spricht Markus Zawadke, der historische Leiter des Feuerwehrmuseums Bayern. Während der Pandemie haben er und viele ehrenamtliche Helfer die bedeutende Ausstellung erst komplett umgebaut und modernisiert - und jetzt das: Bei einem schweren Unwetter mit Hagel im Juni blockierten Äste und Laub die Abflüsse des Flachdachs.

    Wasser auf Vitrinen und Schaukästen

    Tausende Liter Wasser stauten sich und sickerten, als die Dachfolie dem Druck nicht mehr standhielt, in die Ausstellungsräume. In einigen Vitrinen und Schaukästen stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch. Zwar konnten die Betreiber, viele von ihnen selbst Feuerwehrleute, das Wasser abpumpen und die Schäden im Inneren schnell beseitigen. Aber bei jedem größeren Regen, wie zuletzt vor einigen Tagen, beginne das Spiel von vorne, berichtet Zawadke.

    Selbstgebaute Baldachine als provisorischer Regenschutz

    Mit Planen und selbst gebauten Baldachinen schützen die Museumsmacher nun ihre Exponate. Eine Sanierung des Daches würde etwa eine halbe Million Euro kosten, schätzt Zawadke. Das könne sich der Vermieter nicht leisten, ohne die Miete zu erhöhen, was wiederum das Museum an den Rand der Existenz bringen würde.

    Größtes Museum seiner Art in Deutschland

    Die Betreiber bezeichnen ihr Haus als das größte feuerwehrtechnische Museum in Deutschland. In Waldkraiburg finden sich auf einer Fläche von etwa 4.000 Quadratmetern Ausstellungsstücke aus zwei Jahrhunderten, unter ihnen mehr als hundert Fahrzeuge, von der zweirädrigen Handkarre bis zum Vier-Achs-Löschfahrzeug. Das älteste Exponat: eine Handspritze von etwa 1800. Das jüngste: ein Flugfeldlöschfahrzeug aus der Jahrtausendwende. Trotz der Wasserschäden hat das Museum an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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