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Starkregen in Westmittelfranken sorgten für viele Einsätze der Feuerwehr

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Unwetter über Mittelfranken – Lage hat sich beruhigt

Starkregen, Gewitter und auch Hagel sind am späten Nachmittag über Mittelfranken niedergegangen. Zahlreiche Straßen und Unterführungen standen unter Wasser. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung jedoch mittlerweile wieder aufgehoben.

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Von
  • Ulrike Nikola
  • BR24 Redaktion

Starkregen und Gewitter zogen ab dem späten Nachmittag von Bamberg, über Neustadt an der Aisch, Fürth, Roth, Ansbach und Schwabach. Dabei fiel stellenweise auch Hagel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte es angekündigt und für Mittel- und Teile Oberfrankens die Unwetterwarnung Stufe 3 ausgegeben - kurz vor 23 Uhr hob der DWD die Unwetterwarnung für ganz Bayern aber wieder auf.

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Heftige Regenfälle haben in Mittelfranken zu einer Vielzahl von Einsätzen der Feuerwehren geführt. Straßen standen unter Wasser, Unterführungen wurden unpassierbar. Auch am Mittwoch soll es wieder regnen, eine Unwetterwarnung wurde aber aufgehoben.

Auch Westmittelfranken stark von Unwetter betroffen

Ein Unwetter hat am Dienstagabend (08.09.21) auch die Einsatzkräfte im südlichen Mittelfranken in Atem gehalten. Nach Angaben der Integrierten Leitstelle mussten die Feuerwehren im Bereich Ansbach/Neustadt a.d. Aisch insgesamt rund 150 Mal ausrücken.

In Unterroßbach einem Ortsteil von Dietersheim stand zeitweilig der ganze Ort unter Wasser, weil die Wiesen rund herum die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten, da sie bereits vor dem Unwetter überflutet waren. In Ansbach wurde ein Haus vom Blitz getroffen und erheblich beschädigt. Verletzt wurde niemand. Ansonsten waren vollgelaufene Keller und Unterführungen das Haupteinsatzgebiet der Feuerwehr.

Deutlich weniger Einsätze gab es im Gebiet der integrierten Leitstelle Schwabach. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen waren nur wenige Ortschaften im Bereich Dittenheim/Wassertrüdingen betroffen. Hier wurde die Feuerwehr insgesamt 21 Mal zu Einsätzen gerufen, hauptsächlich wegen vollgelaufener Keller und zu einem umgestürzten Baum.

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Überschwemmte Straßen auch im Bereich Neustadt a.d.Aisch/Bad Windsheim

Viel Arbeit für Feuerwehr und THW

Seit dem Nachmittag waren auch sämtliche Freiwilligen Feuerwehren Nürnbergs und die Einsatzkräfte der fünf Berufsfeuerwachen an rund 290 Einsätzen beteiligt. Unterstützung kam vom THW Nürnberg und der Feuerwehr Erlangen. In mehreren Nürnberger Unterführungen blieben Fahrzeuge im Wasser stecken. Dreimal mussten Personen durch Einsatzkräfte aus ihren Fahrzeugen gerettet werden. An einem Wohngebäude zeigten sich unwetterbedingt plötzlich Risse. Es wurde nach Begutachtung durch einen Baufachberater für unbewohnbar erklärt. Sämtliche Bewohner konnten bei Verwandten oder Bekannten unterkommen.

Im Bereich der Diebacher Straße war eine größere Anzahl von Einsatzkräften damit beschäftigt eine teilweise überflutete Baugrube der U-Bahn abzupumpen. In der Kindermannstraße wurde eine Person gemeinsam von Einheiten der Feuerwehr und der Wasserwacht aus dem Wasser gerettet. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand.

Gefahr von Aquaplaning

In den Landkreisen Ansbach sowie Weißenburg-Gunzenhausen prasselten mit dem Starkregen auch Hagelkörner vom Himmel. In Ansbach steht ein Fußballplatz unter Wasser, in Winterschneidbach bei Ansbach mehrere Straßen.

Die Feuerwehr Nürnberg meldet, dass es bis in den Mittwochvormittag noch vereinzelte Einsätze gab. Stark betroffen war vor allem Nürnberg mit rund 250 Einsätzen, das Nürnberger Land mit drei, Erlangen und Erlangen-Höchstadt mit 18 sowie das Fürther Land und die Stadt mit 21 Einsätzen.

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Vielerorts wurden bei dem Gewitter über Mittelfranken Straßen unter Wasser gesetzt. So auch in Winterschneidbach bei Ansbach.

Keine schweren Unwetter mehr: DWD gibt Entwarnung

Vor allem in Mittelfranken sind laut DWD auch am Mittwoch Gewitter mit lokalem Starkregen möglich. Für schwere Unwetter gibt es allerdings Entwarnung.

Für morgen sagt der DWD unbeständiges Wetter mit Wolken, sonnigen Abschnitten, Schauern und Gewittern an. Die Temperaturen erreichen 23 Grad. Der Donnerstag bringt Wolken und sonnige Abschnitte, die Schauer- und Gewitterneigung bleibt gering. Höchstwerte 22 bis 24 Grad.

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