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Unwetter über Bayern: Festival-Abbruch und Flughafen-Probleme | BR24

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Ein heftiges Unwetter ist am Abend über den Süden und Osten Bayerns hinweggezogen.

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Unwetter über Bayern: Festival-Abbruch und Flughafen-Probleme

Ein heftiges Unwetter ist am Abend über den Süden und Osten Bayerns hinweggezogen. Auf der Reitanlage München-Riem musste ein Festival aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Am Flughafen München wurden zeitweise keine Flugzeuge mehr abgefertigt.

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Heftige Unwetter haben am Samstagabend dem Süden und dem Osten Bayerns zu schaffen gemacht. Die Münchner Feuerwehr rückte zu einer "anständigen Anzahl" von Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Einsatzzentrale sagte. Feuerwehr und Polizei waren sowohl im Stadtgebiet als auch rund um den Wörthsee und dem Ammersee im Dauereinsatz.

Flughafen München musste Flüge annullieren

Eine Gewitterzelle über dem Flughafen München sorgte zwischen 19.30 Uhr und 20.45 Uhr für einen Abfertigungsstopp. 20 Flüge wurden annulliert, 5 Landungen und 15 Starts. Durch Gewitter an anderen deutschen Flughäfen kam es zusätzlich zu Verspätungen.

Abbruch während Kalkbrenner-Auftritt

Auf der Reitanlage München-Riem musste das Electro-Festival "Isle of Summer" aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden – während des Auftritts von Star-DJ Fritz Kalkbrenner. Tausende Besucher flüchteten vor Blitz, Donner und sturzflutartigem Regen. Polizei und Sicherheitspersonal öffneten alle Eingänge. Es sei zwar zu erheblichem Gedränge gekommen, so die Polizei, verletzt worden sei aber offenbar niemand.

"Isle of Summer"-Besucher fordern Eintrittsgeld zurück

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Samstagvormittag vor heftigen Gewittern in Bayern gewarnt. Am späten Nachmittag wurde die höchste Warnstufe 4 ausgerufen. Besucher kritisierten in den sozialen Netzwerken, dass das Electro-Festival nicht bereits vorher abgesagt wurde und fordern ihr Eintrittsgeld zurück. Andere Veranstalter hatten rechtzeitig reagiert: So wurden etwa die Sonnwendfeuer im Andechser Ortsteil Frieding (Landkreis Starnberg) und in Percha am Starnberger See sicherheitshalber verschoben.

Ostbayern & Schwaben: überflutete Straßen und vollgelaufene Keller

In Obertraubling im Landkreis Regensburg schlug der Blitz in einen Dachstuhl ein. Das Dach geriet dadurch in Brand, wie die Polizei mitteilte. Die zehn Bewohner des Hauses wurden vorsorglich in einer benachbarten Pension untergebracht. Verletzt wurde durch den Brand niemand. Der Schaden summiert sich allerdings auf rund 300.000 Euro. Wegen der großen Regenmengen hatten die Beamten in Ostbayern aber vor allem mit überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern zu kämpfen. Bis Mitternacht rückten allein die Regensburger Feuerwehren 21-mal wegen überfluteter Straßen und vollgelaufener Keller aus.

Auch in Schwaben liefen Keller voll, Straßen wurden überflutet. Laut Polizei kam es deshalb zu acht Unfällen mit zwei Leichtverletzten. Das Unwetter war im Laufe des Nachmittags erst über Baden-Württemberg und dann nach Bayern gezogen.

Nach der Gewitterfront ist vor der Hitzewelle

Mit der Gewitterfront sanken die Temperaturen spürbar. Schon heute soll es laut Deutschem Wetterdienst in Bayern aber wieder deutlich wärmer werden. Morgen wird es in Unterfranken zwischen 28 und 33 Grad warm. Für Mittwoch und Donnerstag erwarten die Meteorologe den Höhepunkt der Hitzewelle mit bis zu 38 Grad in Nordbayern. In einigen Orten würden voraussichtlich bisherige Rekordwerte für den Juni gebrochen, sagte ein DWD-Sprecher.