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Unwetter sorgen für Schäden und lahmgelegten Verkehr in Franken | BR24

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In der Region Alzenau haben am Abend heftige Unwetter gewütet.

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Unwetter sorgen für Schäden und lahmgelegten Verkehr in Franken

Heftige Unwetter wüteten Sonntagabend in Teilen von Franken. Häuser wurde abgedeckt, Keller liefen voll, der Verkehr auf Straßen und Schienen wurde teils lahmgelegt. Insbesondere der Landkreis Aschaffenburg war betroffen.

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Orkanartige Windböen und Gewitter haben gestern Abend laut der örtlichen Feuerwehr im Raum Aschaffenburg Häuser abgedeckt sowie Bäume umbrechen und Keller volllaufen lassen. Mehrere Gemeinden waren noch in den späteren Abendstunden ohne Strom. Mehr als 500 Rettungskräfte rückten aus und waren stundenlang auf den Beinen. Die Behörden zählten fast 400 Einsatzstellen. Die Autobahn 45 war in Richtung Seligenstadt voll gesperrt. Auf der Bahnstrecke zwischen Kleinostheim und der Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern fuhren keine Züge.

Gestrandeter ICE in Aschaffenburg

Nicht mehr weiter ging es auch für den ICE 930, der wegen Schäden an Oberleitungen und Bäumen im Gleis in Aschaffenburg wartete. Die Reisenden seien schließlich mit Taxigutscheinen versorgt worden, sagte ein Bahnsprecher.

In Mittelfranken sorgen umgeknickte Bäume an einigen Stellen für unpassierbare Straßen. So gab es an der B2 rund um Roth kilometerlange Staus.

Zudem fiel laut der Polizei in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) ein Baum auf ein fahrendes Auto, wobei niemand verletzt wurde. Die durch die Aschaffenburger Region verlaufende A 45 war zeitweise komplett gesperrt. Ursache waren auch hier abgebrochene Bäume.

Komplettsperrungen auf der Schiene

Auch auf der Schiene war der Verkehr in der Region Aschaffenburg beinahe zum Erliegen gekommen. Züge von Würzburg verkehrten etwa nur noch bis Aschaffenburg, der Weg weiter nach Frankfurt war wegen eines unwetterbedingten Stellwerkproblems in Hanau dicht.

Doch auch im südlichen Franken hinterließ das Unwetter seine Spuren. Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Nürnberg und Treuchtlingen war zeitweise komplett eingestellt, mehrere S-Bahnen in der Metropolregion Nürnberg fuhren nicht mehr. Auch mehrere Straßen in Mittelfranken waren wegen umgeknickter Bäume oder herabgefallener Äste gesperrt.

Keine Züge zwischen Mannheim und Frankfurt bis heute Nachmittag

Nach den heftigen Gewittern vom Sonntag über Teilen Mittel- und Süddeutschlands müssen sich Bahnpendler vor allem in Hessen auch noch am Montag auf Probleme einstellen: Die Aufräum- und Reparaturarbeiten an dem vom Blitz getroffenen Stellwerk im südhessischen Walldorf werden wohl erst am Nachmittag beendet sein. So lange hätten die Techniker vermutlich noch zu tun, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Morgen. Das Stellwerk war am Sonntagabend vom Blitz getroffen und beschädigt worden. Auf der Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt wurde der Zugverkehr eingestellt. Pendler kämen auf einer parallel verlaufenden Strecke ans Ziel, müssten aber mehr Zeit einplanen, hieß es. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst nicht bekannt.