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Unwetter - mindestens 200 Einsätze im Oberland | BR24

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Ein schweres Unwetter zog gestern über die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen. Verletzt wurde niemand - jedoch kam es zu erheblichen Sachschäden.

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Unwetter - mindestens 200 Einsätze im Oberland

Gewitter haben in Oberbayern und München Straßen überflutet und Keller volllaufen lassen. Im Oberland gab es mindestens 200 Einsätze für Feuerwehr und Rettung. Der Tierpark Hellabrunn hat wegen Sturmschäden geschlossen. Und es drohen erneut Gewitter.

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In den Landkreisen München, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen haben am frühen Donnerstagabend schwere Gewitter Straßen überflutet, Keller volllaufen lassen und Bäume entwurzelt. Wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland berichtet, sei so viel Regen gefallen, dass Wasser nicht nur in Keller, sondern auch oberirdisch in Häuser drang. Es habe mindestens 200 Einsätze gegeben. Verletzt wurde nach derzeitigen Informationen niemand - jedoch kam es zu erheblichen Sachschaden.

Aufräumarbeiten bis spät in die Nacht

Besonders schlimm wütete das Unwetter südlich von München im Oberland. Rund 70 Liter Regen auf den Quadratmeter innerhalb von zwei Stunden, dazu Windböen um 100 km/h, dazu daumengroße Hagelkörner. Den Bereich zwischen Holzkirchen, Königsdorf, Penzberg und Murnau traf es besonders heftig. So ein schlimmes Unwetter hat es das letzte mal vor rund 70 Jahren gegeben, erinnern sich Bürger aus Riegsee. Die Aufräumarbeiten in Häusern, Kellern und auf Straßen gingen bis spät in die Nacht hinein und werden bestimmt noch länger andauern.

© BR/Theresa Braun

Unwetterschäden in Riegsee

Teilweise Gehwege in München überschwemmt

Nach Angaben der Branddirektion ist München bei den Unwettern beginnend am frühen Donnerstagabend glimpflich davon gekommen. Seit dem ersten Einsatz um kurz nach 19 Uhr sind die Feuerwehren im Stadtgebiet bis kurz vor 21 Uhr rund 50 Mal ausgerückt. In den meisten Fällen waren Äste und Zweige der Grund, die auf parkende Autos gefallen waren oder drohten, darauf zu fallen. Zu größeren Schäden ist es aber nicht gekommen.

80-Jähriger aus Kleingartenanlage gerettet

Ein 80-jährigen Mann musste aus einer überfluteten Kleingartenanlage gerettet werden. Der Senior wurde in seiner Gartenhütte auf einem Gelände nahe des Auer Mühlbachs von den Wassermassen überrascht. Aufgrund starker Regenfälle war der Stadtbach über die Ufer getreten und hatte die angrenzende Kleingartenanlage überflutet. Der 80-Jährige alarmierte in seiner Not die Feuerwehr. Wie die Branddirekton berichtet, mussten die Einsatzkräfte den hilflosen Mann erst beruhigen und brachten ihn dann durch kniehohes Wasser ins Trockene.

Im Bereich der Tierparkstraße sperrten die Einsatzkräfte vorübergehend mehrere Straßen, um abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume zu entfernen.

Münchner Tierpark Hellabrunn wegen Sturmschäden geschlossen

Der Münchner Tierpark Hellabrunn muss heute für Besucher geschlossen bleiben, weil aus Sicherheitsgründen erst die Unwetterschäden beseitigt werden müssen. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben alle Tiere das Unwetter unbeschadet überstanden. Informationen zu Ausgleichsleistungen für bereits gekaufte Tages-Tickets will der Tierpark über seine Webseite und Social Media Kanäle kommunizieren.

Unwetter wütet am Chiemsee

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Umgestürzter Baum in München

© BR

Unwetter haben im Oberland für überflutete Straßen und umgestürzte Bäume gesorgt. Die Feuerwehr musste mehrere Keller auspumpen.