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Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat Klage gegen einen ehemaligen Kirchenpfleger aus dem Landkreis Bayreuth eingereicht. (Symbolbild)

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Untreue: Staatsanwaltschaft klagt früheren Kirchenpfleger an

Rund 90.000 Euro soll ein früherer Kirchenpfleger im Landkreis Bayreuth veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Untreue in 26 Fällen erhoben. Bei dem Mann handelt es sich um einen Wiederholungstäter und früheren Gemeinderat.

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Von
  • Lasse Berger
  • Thorsten Gütling

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat Klage gegen einen ehemaligen Kirchenpfleger aus dem Landkreis Bayreuth eingereicht. Der Mann unterstützte die evangelischen Kirchengemeinde Mistelgau-Glashütten bei der Verwaltung ihres Vermögens. Jetzt wird ihm vorgeworfen, dabei Gelder in Höhe von rund 90.000 Euro veruntreut zu haben. Das teilte ein Sprecher des Bayreuther Landegerichts dem BR auf Nachfrage mit.

Kirchenpfleger soll 90.000 Euro veruntreut haben

Der Angeschuldigte soll das Geld im Zeitraum zwischen März 2013 und März 2019 unberechtigt von Bankkonten der Gemeinde abgehoben haben. Die Staatsanwaltschaft erhob nun Anklage wegen Untreue in 26 Fällen. Dem 60-Jährigen und seinem Verteidiger bleiben nun zwei Wochen Zeit, sich zu der Anklage zu äußern. Anschließend prüft das Amtsgericht die Anklageschrift. Wann es zu einem Prozess komme, stehe derzeit noch nicht fest, so der Sprecher weiter.

Verdächtiger war Gemeinderat in Glashütten

Nach Informationen des BR handelt es sich um einen früheren Glashüttener Gemeinderat und Wiederholungstäter. Bereits 2019 war der hauptberuflich als Finanzberater tätige Mann zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, weil er Kunden um mehr als 80.000 Euro geprellt haben soll. 34 Taten konnten dem Mann nachgewiesen werden. In zahlreichen Ehrenämtern war er darüber hinaus als Kassier tätig.

Kirchengemeinde lässt Kasse prüfen

Im vergangenen November schließlich war bekanntgeworden, dass erneut gegen den Mann ermittelt wird. Damals betonte der Kirchenvorstand in einem Schreiben an die Gemeinde, es seien unverzüglich alle erforderlichen Schritte in die Wege geleitet worden. Eine Anzeige sei erstattet, die Kirchenleitung informiert und eine außerordentliche Rechnungsprüfung durch die Landeskirchenstelle Ansbach in Auftrag gegeben worden.

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