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Unterwegs mit der Post: Pakete werden größer, schwerer und mehr | BR24

© BR/Anne Axmann

An der Hauptpost in Bayreuth belädt Postbote Daniel Stirner sein Postauto und bricht dann in Richtung Fichtelgebirge auf.

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Unterwegs mit der Post: Pakete werden größer, schwerer und mehr

In der Corona-Pandemie boomt der Online-Handel. Die Paketzusteller befördern täglich fast doppelt so viele Pakete wie vor der Krise. Die Post reagiert mit 13.000 neuen Fahrzeugen und einer zusätzlichen Schicht.

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Von
  • Anne Axmann

Die Deutsche Post erwartet in diesem Jahr das stärkste Weihnachtsgeschäft aller Zeiten. Seit dem ersten Corona-Lockdown im März kaufen die Deutschen noch mehr im Internet ein. Die Anzahl der Pakete ist seit Ostern fast dauerhaft auf Weihnachtsniveau.

Pakete immer schwerer

Geduldig scannt Daniel Stirner, Postbote in Wunsiedel, ein Päckchen nach dem anderen beim Einladen in sein gelbes Postauto. In seinem Zustellbereich sind es an diesem Tag 111 Pakete. 111 Mal klingelt der Scanner, dann macht er die Türen zu und lässt den Motor an. Vor der Corona-Pandemie waren es täglich um die 60 Pakete, die er ausgeliefert hat.

"Die Pakete werden immer schwerer und auch größer. Manche Kunden bestellen sich Lebensmittel des täglichen Bedarfs und Getränke. Manchmal muss man gucken, ob sie überhaupt alle ins Auto passen, das ist schon eine kleine Herausforderung geworden." Daniel Stirner, Postbote

Mehr Fahrzeuge, mehr Schichten bei der Post

13.000 neue Fahrzeuge hat die Post angeschafft und die Zahl der Mitarbeiter erhöht. Um Kontakte unter Kollegen zu vermeiden, ist die Auslieferung in zwei Schichten gestaffelt. Im Advent kommt eine dritte Schicht dazu, die bis in die Abendstunden Päckchen, Briefe und Pakete verteilt. Zehn Stunden am Tag darf ein Postbote unterwegs sein.

Bis in die Abendstunden ist der Postbote unterwegs

Auch Daniel Stirner kommt nach seiner Tour oft erst abends nach Hause. Er bestellt Geschenke selbst online, weil nach seiner Schicht nicht mehr viele Geschäfte geöffnet haben. Seine Kunden nutzen das Online-Shopping aus den unterschiedlichsten Gründen.

"Eigentlich kaufen wir gerne vor Ort, um die Geschäfte zu unterstützen am Ort, aber momentan ist es halt nicht möglich und deshalb bestellen wir gerne. Wir sind beide Risikopatienten und sind nicht mehr so scharf drauf, da raus zu gehen." Roland und Christina Ziegler, Schönbrunn

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