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Untersuchungsbericht zu Beinahe-Kollision | BR24

© picture-alliance/dpa

Eine Boeing 737-800 im Landeanflug

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    Untersuchungsbericht zu Beinahe-Kollision

    Am Nürnberger Flughafen ist ein Passagierflugzeug vor fünf Monaten beinahe mit einem Segelflugzeug zusammengestoßen. Nun liegt der Untersuchungsbericht vor. Der verantwortliche Pilot konnte nicht ermittelt werden.

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    Der Vorfall ereignete sich am 14. Mai 2015. An Bord der Boeing 737 befanden sich nach dem Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) sechs Besatzungsmitglieder und 113 Passagiere. Das aus der Türkei kommende Flugzeug befand sich bei gutem Wetter im Anflug auf Nürnberg. Als der Pilot in den genehmigten Sinkflug ging, entdeckte er links von sich ein Segelflugzeug.

    Zu Ausweichmanöver gezwungen

    Nach Einschätzung des Boeing-Piloten wären beide Maschinen kollidiert, wenn er den Kurs beibehalten hätte. Nach einem Ausweichmanöver konnte er allerdings sicher in Nürnberg landen. Der Pilot der Boeing gab anschließend zu Protokoll, dass beide Maschinen kurzzeitig nur noch gut 50 Meter voneinander entfernt gewesen waren. Er habe den Piloten des Segelfliegers deutlich erkennen können.

    Segelflieger unbekannt

    Laut dem Untersuchungsbericht der BFU war der Segelflieger ohne aktiven Transponder unterwegs. Deshalb war er weder auf dem Radar der Flugsicherung, noch für das Kollisionswarnsystem der Boeing erkennbar. Die BFU stuft den Vorfall als "schwere Störung" ein. Der Pilot des Segelflugzeugs konnte nicht ermittelt werden.