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Unterstützer von Ulvi K. erstatten Anzeige gegen Soko "Peggy" | BR24

© BR-Studio Franken

Ein Bild von Peggy wird in die Kamera gezeigt.

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    Unterstützer von Ulvi K. erstatten Anzeige gegen Soko "Peggy"

    Die Soko "Peggy" soll Ton-Aufnahmen von einem alten Gespräch zwischen Ulvi K. und seinem Vater an Journalisten weitergegeben haben. Deshalb hat der Unterstützerkreis von Ulvi nun Anzeige gegen alle Ermittler der Soko erstattet.

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    Der Unterstützerkreis von Ulvi K. hat gegen alle Ermittler der Sonderkommission "Peggy" Anzeige erstattet, weil sie Dienstgeheimnisse verraten haben sollen. Konkret geht es darum, dass sie eine alte Tonband-Aufnahme von einem Gespräch zwischen Ulvi und seinem Vater an Journalisten weitergegeben haben sollen. Das bestätigte die Betreuerin von Ulvi K., Gudrun Rödel, dem Bayerischen Rundfunk. Nun muss sich die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit dem Strafantrag beschäftigen.

    Ton-Aufnahmen von Ulvi in Lichtenberg vorgespielt

    Die Ermittler der Soko "Peggy" haben dieses rund 50 Minuten lange Gespräch aus dem Jahr 2002 in den vergangenen Wochen einigen Menschen in Lichtenberg (Lkr. Hof) vorgespielt. Darunter waren auch ehemalige Nachbarn von Peggy und von Manuel S. In diesem Gespräch soll Ulvi seinem Vater erzählt haben, dass er und Manuel S. dabei gewesen seien, als Peggy im Mai 2001 ums Leben gekommen sei.

    Staatsanwaltschaft weist Vorwürfe zurück

    Bayreuths leitender Oberstaatsanwalt Herbert Potzel wehrte sich im Gespräch mit dem BR gegen den Vorwurf des Unterstützerkreises. "Wir haben nichts weitergegeben", so der Chef der Peggy-Ermittlungen. Zum Vorspielen der Ton-Aufnahmen in Lichtenberg wollte sich Potzel mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

    Unterstützerkreis für Ulvi verklagt Gutachter

    Der Unterstützerkreis für Ulvi K. bezweifelt, dass es sich bei der Aufnahme tatsächlich um ein Gespräch zwischen Vater und Sohn handelt. Erst Mitte Januar hatte der Unterstützerkreis den Gutachter des ersten Peggy-Prozesses, Hans-Ludwig Kröber, auf 350.000 Euro Schadenersatz verklagt. Er habe mit Vorsatz ein falsches Gutachten erstellt, auf dessen Grundlage Ulvi wegen Mordes verurteilt worden sei, hieß es.

    Manuel S. ist derzeit auf freiem Fuß

    Manuel S. war im Dezember 2018 als dringend Tatverdächtiger im Fall Peggy verhaftet worden. Der Haftbefehl wurde aber inzwischen aufgehoben. Anders als die Staatsanwaltschaft Bayreuth sieht das Landgericht bei Manuel S. keinen dringenden Tatverdacht wegen Mordes an Peggy. Sie verdächtigen ihn aber nach wie vor, die Leiche des damals neunjährigen Mädchens weggebracht zu haben. Das hatte Manuel S. im September 2018 auch gestanden, seine Aussage dann aber widerrufen.

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