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Bildrechte: BR-Studio Franken / Tina Wenzel

In Nürnberg hat sich das Unternehmernetzwerk "Die Familienunternehmer" klar gegen den Vorschlag der Grünen und SPD positioniert, eine Vermögenssteuer wiedereinzuführen. Dies gehe an die Substanz der Betriebe, so die Kritik.

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Unternehmer kritisieren mögliche Vermögenssteuer

In Nürnberg hat sich das Unternehmernetzwerk "Die Familienunternehmer" klar gegen eine Vermögenssteuer positioniert. Dies gehe an die Substanz der Betriebe, so die Kritik. Die Steuer ist im Wahlprogramm der Grünen und der SPD zu finden.

Von
Tina WenzelTina Wenzel
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Die Familienunternehmer haben in Nürnberg den Vorschlag einer Vermögenssteuer, wie er beispielsweise bei den Grünen und der SPD im Wahlprogramm verankert ist, kritisiert. "Wir sehen die Gefahr, dass die Vermögenssteuer die Substanz aus unseren Unternehmen zieht", betont Dirk Hamann, der stellvertretende Regionalvorsitzende des Netzwerkes und Unternehmer aus Nürnberg.

Vermögen der Familienunternehmen nicht frei verfügbar

Das Vermögen der Familienunternehmen sei gebunden und nicht frei verfügbar. Es stecke beispielsweise in den Maschinen oder Firmengebäuden. Würden Steuer auf das Vermögen fällig, fehlen Gelder für Investitionen in die Zukunft des Unternehmens, mahnt Hamann.

Zu viel Bürokratie und zu wenige Fachkräfte

Das Netzwerk hatte die Nürnberger Bundestagskandidaten zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Die Unternehmer forderten bei der Veranstaltung zudem die anwesenden Politiker von CSU (Sebastian Brehm), SPD (Thomas Grämmer), FDP (Katja Hessel) und Grüne (Sascha Müller), bürokratische Hürden abzubauen und den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Beides bremse die Wirtschaft im Land. "Wir müssen schauen, wie wir Mitarbeiter aus dem Ausland nach Deutschland bekommen. Da braucht es auch eine andere Willkommenskultur", sagt Hamann.

Mehr junge Menschen für Ausbildung gewinnen

Gleichzeitig könne es nicht sein, das Jugendliche in Deutschland ohne Schulabschluss und Berufsausbildung dastehen. Mehr als 50.000 junge Menschen brechen in Deutschland jedes Jahr die Schule ab. Durch die Corona-Pandemie fürchten einige der anwesenden Unternehmer, könnte sich die Situation noch weiter verschärfen.

Das Netzwerk vertritt die Interessen von rund 180.000 Familienunternehmen in Deutschland.

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