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© Stefan Pfister
Bildrechte: Stefan Pfister

Besuch der ufra von Oberbürgermeister Sebastian Remelé mit Gästen

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    Unterfrankenschau im Corona-Jahr – Besucher bleiben aus

    Seit letztem Samstag läuft in Schweinfurt die traditionelle Unterfrankenschau. Die Verbrauchermesse ist eine der ersten, die in Bayern wegen der Corona-Pandemie wieder veranstaltet werden darf. Die Resonanz auf der Ufra allerdings ist verhalten.

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    Von
    • Norbert Steiche

    Maximal 6.600 Menschen dürften pro Tag die Ufra besuchen. Das ist die Auflage des Gesundheitsamts. An den bisherigen sechs Messetagen allerdings sind insgesamt nur 8.500 Besucher gekommen. Dabei dürften es mehr als viermal so viele sein. Im Durchschnitt kamen bislang gut 1.400 Besucher pro Tag. Messeleiterin Katharina Köhler sagte dazu: "Natürlich hätte man sich etwas Anderes gewünscht, das brauche ich nicht schönreden, aber das war jetzt einfach ein Zeichen und das stand im Vordergrund der Geschichte."

    Eine der ersten Verbrauchermessen in Bayern im Corona-Jahr

    Die Macher der Unterfrankenschau wollten für die Aussteller - trotz Corona – eine erste Informations- und Verkaufsplattform schaffen. Dieses Ziel wird aber nur dann erreicht, wenn auch genügend Besucher kommen. Die Aussteller zumindest klagen über eine zu geringe Besucherresonanz. Stefan Pfeiffer steht an einem Stand für Speicheröfen. Sein knappes Urteil: "Gähnende Leere. Das ist schon ein bisschen traurig. Es sind einfach zu wenig Besucher da. Mein Eindruck ist der, dass die Schweinfurter die Sorge haben, dass sie hier coronamäßig angesteckt werden können. Aber das ist hier alles total sicher. Die Hygieneregeln werden eingehalten." Mit Blick auf sein unternehmerisches Interesse spricht er von enormen Verlusten. "Die Kosten für die Messestände sind auch nicht ganz gering. Das geht ja jedem Aussteller so, die ächzen schon alle ziemlich stark."

    Unterfrankenschau Vorbild für Messen im Bundesgebiet?

    Messebetreiber aus ganz Deutschland kommen im Augenblick zur Unterfrankenschau nach Schweinfurt, um sich unter anderem über das Hygienekonzept zu informieren. Dazu gehört – neben dem obligatorischen Händedesinfizieren - auch, dass in den Hallen Masken getragen werden müssen. Das wird vom Sicherheitspersonal kontrolliert. Die Besucher, die da sind, genießen, dass sich die Standbesitzer für sie Zeit nehmen und kommen mit den Hygiene-Regeln gut zurecht.

    Ausblick bis zum Ende der traditionellen Verbrauchermesse

    Der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, war in den vergangenen Jahren der Unterfrankenschau immer der Besucherrekordtag. Bis zu 15.000 Menschen kamen. Im Augenblick sieht es allerdings aus, als würden bis zum Ende der neuntägigen Messe am Sonntag nur gut 13.000 Besucher gezählt werden. Sonst waren es insgesamt um die 70.000 Besucher.

    Die Unterfrankenschau wird in diesem Jahr zum 23. Mal ausgerichtet. Sie findet traditionell auf dem Volksfestplatz in Schweinfurt statt und wird alle zwei Jahre ausgerichtet.

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    Bildrechte: Stefan Pfister

    Anbieter auf der Unterfrankenmesse

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