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Unterfrankens Impfzentren bereit für mehr Impfungen | BR24

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Bildrechte: BR / Christiane Scherm

Impfzentrum Würzburg

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    Unterfrankens Impfzentren bereit für mehr Impfungen

    In der kommenden Woche sollen Unterfrankens Impfzentren mehr Impfstoffe erhalten. Damit würde sich auch endlich die Auslastung der Impfzentren im Bezirk erhöhen.

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    Von
    • Carolin Hasenauer
    • Carol Lupu
    • Barbara Ecke
    • Norbert Steiche

    Unterfrankens Impfzentren sind nicht ausgelastet. Jetzt bereitet man sich auf die für kommende Woche zugesagten Impfstoff-Lieferungen vor. Aussagen darüber, was und welche Mengen geliefert würden, änderten sich zwar beinahe täglich, erklärt Johannes Hardenacke, Sprecher der Regierung von Unterfranken, auf BR-Anfrage: "Wir gehen trotzdem davon aus, dass sich die Dosenlieferung deutlich erhöht und dass die Impfzentren ausgelastet sein werden. Vielleicht müssen sogar weitere Impflinien aufgemacht werden."

    Raum Würzburg: Bisher rund 27.000 Menschen geimpft

    Anfang Dezember 2020 - also noch vor dem Start der Impfungen - hatte man für die beiden Impfzentren von Stadt und Landkreis Würzburg 2.000 Impfungen pro Tag geplant. Derzeit können mangels Impfstoffs nur 5.000 Impfdosen verabreicht werden - pro Woche. In den Impfzentren und von mobilen Teams wurden bisher 18.387 Menschen geimpft (Stand 24.2.21), davon rund 15.000 mit dem BioNTech-Impfstoff. Sollte in Kürze mehr Impfstoff geliefert werden, müsste das Personal im Würzburger Impfzentrum an der Talavera wieder aufgestockt werden. Hinzu kommen diejenigen, die im Uniklinikum geimpft worden sind, das sind rund 6.000.

    Ursprünglich geplant waren zudem 17 dezentrale Impflinien im Landkreis Würzburg. Diese kommen aktuell nicht zum Einsatz, befinden sich aber in Vorbereitung. Weiterhin im Einsatz sind mobile Impfteams, die derzeit voll ausgelastet sind, bestätigt Michael Dröse, Verwaltungsleiter der Impfzentren in Stadt und Landkreis Würzburg. Sollte mehr Impfstoff des Herstellers AstraZeneca zur Verfügung stehen, dann könnte es auch Impfungen in Hausarztpraxen geben. Dieser Impfstoff sei einfacher zu lagern, betont der Ärztliche Koordinator der Impfzentren in Stadt und Landkreis Würzburg, Dr. Christian Zander: "Wir sind mit unseren hausärztlichen Koordinatoren, mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Gesundheitsministerium im Gespräch. Man muss dabei aber berücksichtigen, dass die Übermittlung der Daten an das bayernweite System noch nicht eingerichtet und die Dokumentation zeitaufwändig ist. Das Praxispersonal kann das aktuell noch nicht leisten." Außerdem fehle bislang die rechtliche Grundlage für Impfungen in Praxen, so Zander.

    Raum Aschaffenburg: Weitere Impf-Standorte könnten öffnen

    In Stadt und Landkreis Aschaffenburg werden aktuell rund 4.500 Impfungen pro Woche verabreicht. Bisher sind knapp 5 Prozent der Bevölkerung im Raum Aschaffenburg geimpft, das sind etwa 17.000 Menschen. Konkrete Zusagen über größere Impfstoff-Lieferungen hat das Gesundheitsamt Aschaffenburg bisher nicht erhalten. Dennoch gebe es auch hier erste Überlegungen, weitere Impf-Standorte zu öffnen. Im Raum stehen verschiedene Alternativen: So etwa die Aschaffenburger Stadthalle oder Hallen in Kahl am Main oder auch im Alzenauer Ortsteil Hörstein. Impfungen in Hausarztpraxen durchführen zu lassen, seien wünschenswert. Man könne darüber nicht eigenständig entscheiden, so ein Sprecher des Gesundheitsamts Aschaffenburg. Ein Regelung der Bayerischen Staatsregierung hierzu werde erwartet.

    Kreis Miltenberg: Impfkapazität soll auf das fast Vierfache steigen

    Im Landkreis Miltenberg liegt die Impfquote bei 4,2 Prozent, rund 8.000 Menschen wurden hier geimpft. Die Impfquote ist hier laut angaben des Gesundheitsamts stetig gestiegen: Vor zwei Wochen wurden demnach 80 Impfungen pro Tag verabreicht, vergangene Woche waren es 140. Heute (24.02.) wurden 264 Menschen geimpft. Das Impfzentrum in Miltenberg ist derzeit auf 300 Impfungen pro Tag ausgelegt, es wird in den nächsten Wochen auf eine Kapazität von 1.100 Personen ausgeweitet. Um einen möglichst einfachen Ablauf zu gewährleisten, sucht die Stadt noch Parkplätze rund um das Impfzentrum. Sollten die Impfstofflieferungen weiter ansteigen, werde man "aus logistischen Gründen" in Miltenberg bleiben, da es einfacher sei, das dortige Zentrum auszubauen, so Miltenbergs Landrat Jens Scherf. Hausarztpraxen seien selbstverständlich eine Option: "Die Hausärzte scharren mit den Hufen und sind bereit, beim Impfen mitzumachen."

    Raum Schweinfurt: Dezentrale Impf-Stationen geplant

    Rund 10.000 Menschen sind in Stadt und Landkreis Schweinfurt bislang geimpft. Anfang Februar hatten mobile Impfteams alle Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen im Raum Schweinfurt geimpft. Seitdem wurden auch Senioren über 80 Jahren geimpft, die nicht in einer Senioreneinrichtung wohnen. Das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis auf dem Schweinfurter Volksfestplatz ist schon seit Mitte Dezember 2020 betriebsbereit, hat aber mit dem Regelbetrieb erst am 15. Februar begonnen. Laut Stadt sei eine frühere Öffnung des Impfzentrums nicht möglich gewesen - wegen der mangelnden Lieferung an Impfstoff. 1.000 Personen, die sich online registriert hatten, haben eine Impf-Einladung erhalten.

    "Ab voraussichtlich April 2021 rechnen wir mit sich weiter verstetigenden Impfstofflieferungen und – im Vergleich zu jetzt – in deutlich größerer Menge", sagt Andreas Lösch, Pressesprecher des Landratsamts Schweinfurt. Deshalb solle mit dezentralen Impflinien die Impfkapazität erhöht werden. In einem ersten Schritt werde ab März eine dezentrale Impfstelle in Gerolzhofen eingerichtet. Dies hat zur Folge, dass die Bevölkerung der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen sich auch an dieser Impfstelle impfen lassen müsste. Eine Impfung in Schweinfurt sei dann ausgeschlossen, so Lösch.

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