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Keine Probleme mit Maskenverweigerern im ÖPNV in Unterfranken | BR24

© Thomas Gebhardt BR

Stadtbusse am Hauptbahnhof in Würzburg

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    Keine Probleme mit Maskenverweigerern im ÖPNV in Unterfranken

    Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen konsequent gegen Maskenverweigerer vorgehen. Unter anderem mit Bußgeldern. In Unterfranken sind drastische Maßnahmen noch nicht nötig.

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    Von
    • Wolfram Hanke

    In Aschaffenburg gebe es ein bis zwei Fälle von hartnäckigen Maskenverweigerern pro Woche, sagt Wolfgang Kuhn von den Stadtwerken Aschaffenburg. In den meisten Fällen hätten die Fahrgäste ihre Masken einfach vergessen. Die Busfahrer seien angewiesen, die Fahrgäste auf die Maskenpflicht hinzuweisen und in hartnäckigen Fällen über die Zentrale die Polizei zu alarmieren. Bei Stadtbussen könne man aber nicht, wie bei der Bahn, auf die Bundespolizei zurückgreifen, so Kuhn.

    Wenige Einzelfälle in Schweinfurt

    Im Bereich der Stadtwerke Schweinfurt gebe es insgesamt nur zwei bis drei Fälle von hartnäckigen Maskenverweigerern, sagt Geschäftsführer Thomas Kästner. Die seien aber alle ohne Bußgeld verlaufen. In Schweinfurt setze man auf Sozialkontrolle, wenn also andere Fahrgäste die Maskenverweigerer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen. Wenn das nicht funktioniert, würde man vom Hausrecht Gebrauch machen und solche Passagiere auffordern auszusteigen. Erst die letzte Option sei ein Anruf bei der Polizei.

    Noch keine Probleme in Würzburg

    In Würzburg seien bislang keine Auffälligkeiten in Hinblick auf Maskenverweigerung in Straßenbahnen oder Omnibussen festzustellen, sagt WVV-Pressesprecherin Cornelia Wagner. Die Polizei musste noch nicht gerufen werden. Die Fahrgäste werden durch entsprechende Aufkleber an den Eingangstüren und Aushänge in den Fahrzeugen informiert. Es bestehe keine Kontroll- und Durchsetzungspflicht der Maskenpflicht für das Fahrpersonal, so Wagner. Gegebenenfalls solle das Fahrpersonal über Mikrofon Maskenverweigerer zum Bedecken von Mund und Nase auffordern und bei Untätigkeit zum Ausstieg auffordern.

    Maskenpflicht besteht seit Ende April

    Seit Ende April gilt in Bayern die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im ÖPNV. Dies gilt auch für Kinder ab dem siebten Lebensjahr. Die Mund-Nasen-Bedeckung kann auch selbstgenäht oder in Form eines Halstuchs sein. Fahrgäste, die dagegen verstoßen, dürfen laut Bayerischer Staatsregierung nicht mehr in öffentlichen Nahverkehrsmitteln befördert werden. Die Einhaltung dieser Vorgabe obliegt jedem einzelnen Fahrgast. Allerdings müssen Fahrgäste nicht befördert werden, wenn die Vorgabe Mund-Nasen-Bedeckung nicht erfüllt ist.

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