Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Unterfranken als Hotspot des Klimawandels | BR24

© picture-alliance/dpa

Unterfranken als Hotspot des Klimawandels

Per Mail sharen

    Unterfranken als Hotspot des Klimawandels

    Mit Hitze, Dürre aber auch Starkregen und Überschwemmungen gilt Unterfranken als Zentrum des Klimawandels in Bayern. Am Mittag geht es beim Wasserforum der Regierung von Unterfranken in Würzburg deswegen um den Schutz von Trinkwasser und Boden.

    Per Mail sharen

    Das Wasserforum zum Klimawandel beginnt um 13.00 Uhr in der Zehntscheune des Juliusspital Würzburg. Neben Fachleuten aus Forschung und Wissenschaft kommt auch ein Praktiker wie Jürgen Heusinger zu Wort. Der Bürgermeister von Sulzfeld ist Vorsitzender der Allianz fränkischer Grabfeldgau. Von Aub bis Trappstadt - die neun Mitgliedsgemeinden entschädigen in diesem Jahr Landwirte für Blühstreifen auf insgesamt 100 Hektar und entziehen die Felder damit der Düngung. Die Politik hinke noch hinterher, sodass die Kommunen solche Maßnahmen zum Klimaschutz aus dem eigenen Haushalt finanzieren müssen, beklagt Heusinger.

    Was macht der Grabfeldgau noch gegen den Klimawandel?

    Auf Initiative der Gemeinden erhalten Landwirte außerdem über ein Fachbüro kostenlose konkrete Angaben, wie viel Dünger sie wo auf Felder im Einzugsbereich von Brunnen ausbringen können. Auch das diene der Nitratverringerung im Grundwasser. Ein Baustein sei aber auch die erfolgreiche Werbung für bis zu zwölf Meter breite Wiesenstreifen an Gräben und Bächen. Erfolgreich hätten die Graswurzeln bereits unter Beweis gestellt, dass sie bei Starkregen Schlamm von Feldern zurückhalten können und damit auch den Nitrateintrag in die Fließgewässer verringern. Das hätten nicht zuletzt Messungen im Badesee von Sulzfeld gezeigt.

    Sorgen ums Grundwasser in Unterfranken

    Was die Grundwasservorräte betrifft, so ist nach einem regenarmen Winter in weiten Bereichen keine Entspannung in Sicht. So verharrt beispielsweise der Messpegel im obersten Grundwasserstockwerk von Euerbach im Landkreis Schweinfurt auf dem niedrigsten Stand seit 2001. Keine Erholung in Sicht auch in Leinach im Landkreis Würzburg sowie in Kleinostheim im Landkreis Aschaffenburg. In Stetten bei Sondheim vor der Rhön ist dagegen das langjährige Mittel wieder erreicht.