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Unterfränkische Thermen denken über Öffnungskonzepte nach | BR24

© dpa / picture alliance

KissSalis Therme in Bad Kissingen

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    Unterfränkische Thermen denken über Öffnungskonzepte nach

    Eines haben die Bäder in Unterfranken gemeinsam: sie würden alle lieber heute als morgen öffnen. Noch herrscht große Unklarheit, alle warten auf offizielle Informationen der bayerischen Staatsregierung, wie und vor allem wann es weitergehen soll.

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    Während die Schwimm- und Thermalbäder in Würzburg und Gerolzhofen auf Ansagen aus München warten und hoffen, machen sich andere Betreiber schon Gedanken über Schutzkonzepte für Badegäste und Mitarbeiter. "Wir arbeiten an Konzepten und denken viel darüber nach, um gerüstet zu sein, wenn wir wieder öffnen dürfen," so eine Mitarbeiterin der Franken Therme in Bad Königshofen auf Nachfrage des BR.

    Die Überlegungen reichen dabei von kurzen Badetarifen für zwei Stunden, über die eingeschränkte Belegung von Umkleiden und Garderobenschränken bis hin zu weniger Sitzplätzen und höheren Temperaturen in den Saunen. Der Naturheilsee in Bad Königshofen werde jedoch noch länger geschlossen bleiben, da das Wasser darin nicht gechlort ist. Fix ist allerdings noch gar nichts, heißt es aus der Franken Therme: "Jeder wurschtelt für sich, solange es keine klaren Vorgaben von oben gibt."

    Umsetzung der Maßnahmen schwierig

    Auch im Wonnemar in Marktheidenfeld habe man schon über mögliche Konzepte für den Thermenbereich nachgedacht. Etwa über die Vergabe sogenannter "Slots", die die Besucher per Online-Ticket für bestimmte Uhrzeiten kaufen könnten. Dampfbad und Solegrotte müssten allerdings geschlossen bleiben.

    Dass die konkrete Umsetzung nach den Empfehlungen des Bundesverbands Deutsche Schwimmbäder funktioniert, bezweifelt der Geschäftsführer des Wonnemars in Marktheidenfeld, Wilko Van Rijn im Gespräch mit dem BR. Er findet die Vorschläge nicht praktikabel: "Man kann ja nicht mit Maske schwimmen! Wie sollen die Abstände im Becken eingehalten werden?" Die Gäste würden seiner Meinung nach trotz aller Schutzmaßnahmen ausbleiben, die Leute seien zu verunsichert und zu verhalten.

    KissSalis-Therme ist bereit

    Für die KissSalis-Therme in der Kurstadt Bad Kissingen steht das Schutzkonzept für Badegäste und Mitarbeiter schon länger. Die Betreiber, ein Familienunternehmen aus der Schweiz, das insgesamt fünf Thermen in Deutschland betreibt, haben ein Schutzkonzept auf Grundlage der Empfehlungen verschiedener Fachverbände erarbeitet. Dazu gehören u.a. verstärkte Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, sowie Abstandsregelungen und eine limitierte Anzahl von Personen in Saunen. "Wir sind bereit, wir können theoretisch morgen aufmachen," sagt Betreiber Stefan Kannewischer und verweist auf ein Schreiben des Umweltbundesamtes: "Das Virus will es kühl und trocken, nicht warm und feucht. Corona-Viren können sich im Wasser nicht verbreiten, im aufbereiteten Badewasser wird eine Ansteckung verhindert. Es geht also vor allem um die Eingangsbereiche, Umkleiden und Sanitärräume. Und dort schätzen wir die Gefährdungslage ähnlich wie in anderen öffentlichen Räumen ein," so Kannewischer.

    In Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen wurde das Konzept vom betreffenden Landkreis bereits gut geheißen. Mit dem Gesundheitsamt Bad Kissingen muss es allerdings noch abgestimmt werden, sollte die Staatsregierung grünes Licht für eine Wiedereröffnung der Thermalbäder geben.

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