BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Unterfränkische Hoteliers kritisieren neue Corona-Regeln | BR24

© dpa / pa

Eine Sackgasse? Hoteliers in Bayern kritisieren das neu beschlossene Beherbergunsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Unterfränkische Hoteliers kritisieren neue Corona-Regeln

Weinlese und gutes Essen, Fahrradfahren und Wandern: Gerade im September und Oktober ist Franken ein beliebtes Urlaubsgebiet. Die neuen Regelungen seien da natürlich ein Rückschlag und zudem schwer zu kontrollieren, sagt der Hotelverband Dehoga.

Per Mail sharen

Der unterfränkische Hotel- und Gaststättenverband hat die neuen Regelungen für Gäste aus Corona-Hotspots kritisiert. Einerseits sei die Herkunft aus einem Risikogebiet nur schwer zu verifizieren. Andererseits gebe schon jetzt viele Stornierungen, weil die Menschen verunsichert sind, sagte der Geschäftsführer des Verbands Michael Schwägerl dem Bayerischen Rundfunk.

Kontrolle nur schwer möglich - keine Ausweispflicht

Die Reaktionen der Hotelbetreiber auf die am Mittwoch verkündeten Regelungen seien alles andere als positiv, betont Schwägerl. Kontrollmechanismen, die eigentlich Aufgabe des Staats seien, würden auf die Hotellerie verlagert. Jetzt müssten nämlich Hotelangestellte überprüfen, ob der Gast aus einem Risikogebiet einen negativen Covid-19-Test vorweisen kann, kritisiert der Geschäftsführer.

Eine effektive Kontrolle, ob Gäste aus einem Hotspot-Gebiet kommen, sei aber gar nicht möglich. Denn es gebe keine gesetzliche Verpflichtung, einen Personalausweis vorzuzeigen.

Kein Recht auf kostenlose Stornierung

Schon jetzt gebe es auch aus den als Hotspot gekennzeichneten Gebieten viele Stornierungen, sagt Schwägerl. Einen Anspruch auf eine kostenlose Stornierung besteht aus Sicht seines Verbands jedoch nicht. Denn jeder Gast könne mit einem negativen Corona-Test ja nach wie vor auch aus Risikogebieten anreisen.

Rückschlag nach gutem Sommergeschäft

Weinlese und gutes Essen, Fahrradfahren und Wandern: Gerade im September und Oktober sei Franken ein beliebtes Urlaubsgebiet. Da seien die neuen Regelungen natürlich ein Rückschlag, betont Schwägerl. Generell sei das Sommergeschäft ab Pfingsten in touristischen Regionen wie der Mainschleife ausgezeichnet gelaufen. Weniger gut liefen Übernachtungen im Tagungs- und Geschäftstourismus.

Übernachtung aus Risikogebiet nur mit Negativtest

Am Mittwoch hatte das bayerische Gesundheitsministerium angekündigt, dass Reisende aus "inländischen Risikogebieten" ab Donnerstag nur dann übernachten dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können. Zu diesen Gebieten gehören derzeit die Städte Hamm, Remscheid und Bremen sowie die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg.

© BR

Bayerische Hotels und Pensionen dürfen Gästen aus Corona-Risikogebieten nur noch beherbergen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorweisen. Kritik kommt vom Chef des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Thomas Geppert.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!