BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Unterfränkische Forscher erhalten europäische Forschungspreise | BR24

© dpa/picture alliance

Uni Würzburg

Per Mail sharen

    Unterfränkische Forscher erhalten europäische Forschungspreise

    Gleich zwei Wissenschaftler der Universität Würzburg erhalten in diesem Jahr einen der mit rund 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grants des Europäischen Forschungsrats: die Astrophysikerin Sara Buson und der Chemiker Crispin Lichtenberg.

    Per Mail sharen

    Sara Buson: Lehrstuhl für Astronomie in Würzburg

    Einen ERC Starting Grant erhält die Astrophysikerin Sara Buson. Sie will an der Universität Würzburg in den kommenden fünf Jahren "Monster des Universums" erforschen. Dabei handele es sich um sogenannte Blazare, die mit unvorstellbarer Energie Partikel ausstoßen, teilte die Hochschule mit. Das primäre Ziel von Sara Busons ERC-Projekt sei es, Blazare als die wichtigsten extragalaktischen Neutrino-Quellen zu bestätigen. Die Forscherin geht ihre Studie mit großer Zuversicht an: "Dieses Projekt kann unser Wissen über die Blazar-Astrophysik revolutionieren, die Grundlage für künftige Entdeckungen legen und als Leitfaden für die Multimessenger-Observatorien der nächsten Generation dienen", so Buson.

    © Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)

    Astrophysikerin Sara Buson

    Sara Buson wurde 1979 geboren, hat an der Universität Padua Astrophysik studiert und dort auch promoviert. 2015 erhielt sie ein Postdoc-Stipendium der NASA. Sie zog in die USA und trat in das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, ein. 2018 wechselte sie von der NASA an die JMU, wo sie eine Juniorprofessur für Hochenergie-Astrophysik am Lehrstuhl für Astronomie innehat. Ihre Forschung zielt darauf ab, das Wissen über die physikalischen Prozesse zu verbessern, die in Schwarzen Löchern und anderen extrem energiereichen Umgebungen im Universum ablaufen.

    Crispin Lichtenberg: Chemiker lehrt als Privatdozent

    Auch der Würzburger Chemiker Crispin Lichtenberg erhält die Millionenförderung. Der Chemiker forscht und lehrt als Privatdozent an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), heißt es in der Uni-Mitteilung. Sein Ziel sei es, das Potenzial neuartiger chemischer Verbindungen, basierend auf dem Element Bismut, zu ergründen. Er wolle damit in den kommenden fünf Jahren das Wissen über Bismut und seine Verbindungen um ein gutes Stück vergrößern.

    © Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)

    Chemiker Crispin Lichtenberg

    Crispin Lichtenberg hat Chemie in Marburg und Cambridge studiert. Er promovierte 2013 an der RWTH Aachen unter Anleitung von Jun Okuda und arbeitete bis 2015 als Postdoktorand in der Gruppe von Hansjörg Grützmacher an der ETH Zürich. Seit 2016 verfolgt er seine eigenständigen Forschungsarbeiten im Umfeld von Professor Holger Braunschweig, ausgestattet mit einem Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie. Seit Anfang 2020 ist er habilitiert und als Privatdozent an der Fakultät für Chemie und Pharmazie tätig.

    Geld für Nachwuchswissenschaftler in 25 Staaten

    Eine Reihe von Forschern aus Bayern erhalten in diesem Jahr die renommierten Wissenschaftspreise des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Die sogenannten ERC Starting Grants sind jeweils mit etwa 1,5 Millionen Euro dotiert. Insgesamt seien Nachwuchswissenschaftler in 25 Staaten mit einer Finanzierung von insgesamt 677 Millionen Euro ausgestattet worden, teilte der ERC am Donnerstag mit. Mit dem Geld könnten etwa 2.500 Arbeitsplätze für Mitarbeiter an den Institutionen geschaffen werden.