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Bildrechte: BR/Rika Dechant

Auf der Unteren Brücke in Bamberg sollen künftig Freischankflächen ausufernde Partys verhindern.

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Bamberg setzt gegen Party-Exzesse auf Freischankflächen

Bamberg versucht seit langem am Wochenende gegen Massen an Feiernden auf der Unteren Brücke vorzugehen. Mit mäßigem Erfolg. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag: Eine Freischankfläche mit begrenzter Bestuhlung. Die Planungen sollen nun beginnen.

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Von
  • Claudia Grimmer
  • BR24 Redaktion

Der To-Go-Verkauf von Alkohol wurde verboten, der Einsatz von stärkerem Licht ab 22 Uhr eingeführt und die Präsenz der Polizei verstärkt: alles hat bis jetzt nicht wirklich gefruchtet in Bamberg, um gegen die Feiernden auf der Unteren Brücke am Wochenende vorzugehen. Jetzt soll eine lichtstarke Beleuchtung kommen. Eine weitere Überlegung: Die Untere Brücke zum großen Biergarten zu machen mit begrenzter Bestuhlung und Bewirtung.

Stadt Bamberg will Situation an Unterer Brücke in den Griff kriegen

Seit Wochen treffen sich Jugendliche an den Wochenenden vor allem im Bereich der Unteren Brücke und der Sandstraße, um zu feiern. Es kam dabei zu zahlreichen Verstößen gegen bestehende Corona-Auflagen und Beschwerden von Anwohnern wegen Lärm und Müll. Ein Ausschankverbot und auch eine stärkere Beleuchtung der Brücke ab 22 Uhr brachten keinen Erfolg.

Freischankflächen soll Anzahl der Menschen regulieren

Geplant ist nun eine leuchtstarke Flutlichtanlage. Geprüft wird auch der Vorschlag, die Untere Brücke zu bestuhlen und in eine Freischankfläche umzuwandeln. Nur eine bestimmte Anzahl von Menschen soll sich so auf der Brücke versammeln können.

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sieht darin eine Chance, den Frieden wieder einigermaßen herzustellen. Als "spannenden Vorschlag" bezeichnet Thomas Schreiber, Leiter der Polizei in Bamberg, die Idee. Sie müsse nun von allen Fachbehörden geprüft werden. "Wenn ein vernünftiges Konzept vorliegt, dann werden wir das prüfen und wenn aus polizeilicher Sicht nicht einzuwenden ist, werden wir uns auch nicht dagegen wehren", so Schreiber.

Polizei fordert Sperrung der Brücke, zeigt aber auch Verständnis

Eine Sperrung der Brücke an den Wochenenden sei weiterhin kein Thema, so Oberbürgermeister Starke. Eine solche Sperrung wurde von der Polizei gefordert. Am vergangenem Wochenende griffen die Beamten erstmals härter durch und erteilten nicht nur Belehrungen, sondern erstatteten mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen derzeit geltende Corona-Regeln.

Trotz allem zeigt Thomas Schreiber von der Polizei Bamberg ein stückweit Verständnis für die jungen Menschen, die sich Woche für Woche auf der Unteren Brücke zum Feiern treffen. Sie hätten vor allem im Landkreis keine Möglichkeit für ein Zusammenkommen. Im Umland sei nichts los. Die Kneipen hätten zum Teil ab 20 Uhr oder 21 Uhr geschlossen. Zudem würden die kleinen Feste fehlen, bei denen auch für junge Leute etwas geboten gewesen sei. "Dann geht man einfach da hin, wo vermeintlich was los ist und das ist nun mal im Umkreis von 50 Kilometern die Stadt Bamberg", so Schreiber.

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