Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Unterbrechung des Hauptverfahrens im Fall "Bierkarussell" | BR24

© BR Fernsehen

Das Hauptverfahren im Fall des sogenannten "Bierkarussells" am Landgericht Würzburg ist unterbrochen worden. Vor Beginn des Prozesses gegen einen 56-jährigen Franzosen wurden neue Details bekannt, die der Verteidigung nicht weiterkommuniziert wurden.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Unterbrechung des Hauptverfahrens im Fall "Bierkarussell"

Das Hauptverfahren im Fall des sogenannten "Bierkarussells" am Landgericht Würzburg ist unterbrochen worden. Vor Beginn des Prozesses gegen einen 56-jährigen Franzosen wurden neue Details bekannt, die der Verteidigung nicht weiterkommuniziert wurden.

Per Mail sharen
Teilen

Das Hauptverfahren im Fall des sogenannten "Bierkarussells" am Landgericht Würzburg ist unterbrochen worden. Im Prozess gegen einen 56-jährigen Franzosen sind neue Details ans Licht gekommen. Diese wurden jedoch der Verteidigung vor der Eröffnung des Hauptverfahrens nicht kommuniziert, sodass die Anwälte um Aussetzung des Verfahrens gebeten haben.

Angeklagter soll als Mittelsmann fungiert haben

Der 56-jährige Franzose steht wegen der mutmaßlichen Beteiligung an einem millionenschweren Steuerbetrug durch Bierschmuggel vor Gericht. Er soll als Teil einer international tätigen Bande maßgeblich dazu beigetragen haben, den Import von 77 Millionen Flaschen französischen Bieres nach Deutschland vorzutäuschen. Die Hintermänner des vor Gericht stehenden Franzosen sind noch nicht bekannt.

Bande wollte Unterschiede bei der Biersteuer ausnutzen

Laut Staatsanwaltschaft Würzburg wollte die Bande die in der Bunderepublik Deutschland niedrigen Biersteuern auszunutzen. Tatsächlich wurde das Bier aber in andere Länder wie etwa Großbritannien gebracht. Durch dieses Bierkarussell sollen europäischen Finanzbehörden rund 35 Millionen Euro an Steuereinnahmen verloren gegangen sein. In Eisingen bei Würzburg hatte die Bande ein Getränkelager eingerichtet, in das jedoch nur wenige Lieferungen erfolgten, offenbar um den Anschein und damit den Betrug aufrecht zu erhalten.